Madonna in Rom gekreuzigt - Fans begeistert
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Madonna in Rom gekreuzigt - Fans begeistert

Allen Protesten der katholischen Kirche zum Trotz hat Madonna in Rom rund 70.000 Fans mit ihrer provokanten Show begeistert.

Unter dem Jubel der Zuschauer erschien die Diva am Sonntagabend vor einem verspiegelten Kreuz und mit einer Dornenkrone auf der Bühne des Olympia-Stadions. Während des zweistündigen Konzerts ihrer «Confessions»-Tour tauchten immer wieder religiöse Symbole auf.

«Sie spielt damit, sie macht das nicht, um zu beleidigen», sagte die 31-jährige Benedetta Mori, die ein T-Shirt mit ihrem Idol trug. «Wenn sie ihr die Show erlauben, dann müssen sie auch nach ihren Regeln spielen.» Zwei Tänzer mit dem jüdischen Davidstern und dem muslimischen Halbmond auf der Brust umarmten sich und hielten sich an den Händen. Ein anderes Mitglied der Bühnenshow spielte auf dem Schofar, dem jüdischen Widderhorn, das normalerweise nur an hohen Feiertagen geblasen wird. Madonna sang ihren Titel «Isaac», der die Geschichte eines jüdischen Gelehrten aus dem 16. Jahrhundert erzählt.

«Zwei Wunder sind passiert», rief Madonna den Zuschauern zu. «Italien hat die Fussball-Weltmeisterschaft gewonnen, und es hat vor der Show aufgehört zu regnen.» Der Superstar begeisterte die Menge mit neuen Hits wie «Hung up» und «Music» und Klassikern wie «Like a Virgin» und «La Isla Bonita».

Das Konzert in Rom war das einzige der Tournee in Italien. Zuvor hatte die katholische Kirche die geplante Bühnenshow und besonders das Kreuz heftig kritisiert und von einem Akt der Feindseligkeit gesprochen. Ihre Sprecherin Liz Rosenberg erklärte, der Auftritt richte sich nicht gegen die Kirche und sei auch nicht respektlos.

Auf der Suche nach ihrem Idol hatten hunderte Madonna-Fans am Sonntag vor dem Konzert die italienische Hauptstadt durchkämmt. Sie versammelten sich vor Madonnas Hotel und hielten in der Shopping-Meile Via Condotti Ausschau nach der Sängerin. Die Mühe war jedoch vergeblich, wie der «Messaggero» und andere Zeitungen berichteten.

(dapd)

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