Madrid-Anschläge: Vier Haftbefehle gegen Verdächtige

Aktualisiert

Madrid-Anschläge: Vier Haftbefehle gegen Verdächtige

Im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen von Madrid hat der spanische Ermittlungsrichter Juan del Olmo am Dienstag gegen vier weitere Verdächtige Haftbefehl erlassen.

Dabei handelte es sich um drei Marokkaner und einen Spanier.

Dieser soll den Terroristen den Sprengstoff für die Bomben besorgt haben. Wie am Dienstag aus Justizkreisen in Madrid verlautete, wurde ein weiterer Marokkaner freigelassen.

Unter den vier Männern, die jetzt in Isolationshaft genommen wurden, war auch ein marokkanischer Chemiker, der einer der Bombenleger gewesen sein soll.

Dem 32-Jährigen und dem 27 Jahre alten Spanier werden Mord in mindestens 190 Fällen und 1430facher versuchter Mord zur Last gelegt. Die anderen beiden Marokkaner werden der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verdächtigt.

Damit wurden im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. März auf die Madrider Pendlerzüge, bei denen 202 Menschen getötet wurden, insgesamt neun Verdächtige in Untersuchungshaft genommen, sechs Marokkaner, zwei Inder und ein Spanier. Vier weitere Verdächtige befinden sich unter Polizeiarrest und sollten in Kürze dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

(sda)

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