Madrid: Reihenweise dünne Models verbannt
Aktualisiert

Madrid: Reihenweise dünne Models verbannt

Das von den Behörden durchgesetzte Auftrittsverbot extrem dünner Models bei der Madrider Modewoche hat einige Designer in schwere Nöte gestürzt. Ein Designer musste alle 18 Mannequins innerhalb eines Tages auswechseln.

Dennoch sei er nicht gegen die neuen Regelungen, sagte Antonio Pernas: «Die jungen Frauen nehmen sich ein Beispiel an dieser Industrie. Wir wollen ein gesundes Bild abgeben.» Pernas' von den 60er Jahren inspirierte Kollektion bildete am Montag den Auftakt der Modewoche.

Unter dem Druck der Stadtregierung von Madrid - dem Sponsor der Veranstaltung - hatten die Organisatoren der Modewoche ein Teilnahmeverbot für sehr dünne Models erlassen. So müssen die Frauen nun einen Body-Mass-Index von mindestens 18 vorweisen.

Die Entscheidung sorgte in der internationalen Modewelt für viel Aufregung. Das Verbot in Madrid wurde auch auf der ebenfalls am Montag gestarteten Londoner Modewoche heftig diskutiert.

Die Leiterin der Madrider Modenschau, Leonor Perez-Pita, zeigte sich jedoch zufrieden mit dem Ergebnis. Die Models vom Vorjahr seien in der Tat zu dünn gewesen.

«Ich denke, das ist fantastisch. Sie sehen wunderschön aus. Ich will keine Skelette auf dem Laufsteg.» Die Kleidung sehe an einem hübschen Mädchen doch viel schöner aus, als an einem Kleiderbügel, sagte Perez-Pita. (sda)

Deine Meinung