Madrid: Spanier machen Jagd auf Ausländer
Aktualisiert

Madrid: Spanier machen Jagd auf Ausländer

Bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in der Madrider Vorstadt Alcorcón haben junge Spanier Jagd auf Zuwanderer aus Lateinamerika gemacht.

Etwa 1000 Personen hatten sich nach Presseberichten gestern zu einer spontanen Kundgebung im Zentrum der Stadt versammelt und sich in den Strassen auf die Suche nach Ausländern gemacht. Dabei kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei.

Die Lateinamerikaner hatten sich in ihren Wohnungen eingeschlossen. «Wir haben grosse Angst», sagte eine Frau aus der Dominikanischen Republik. Die Demonstranten bewarfen Polizisten mit Flaschen, die Sicherheitskräfte setzten Gummigeschosse ein.

Teilnehmer der Kundgebung bestritten, sich aus ausländerfeindlichen Motiven versammelt zu haben. «Es geht nicht um Rassismus, sondern um Kriminalität», meinten mehrere junge Leute. Die Demonstranten machten die Zuwanderer für die hohe Kriminalität in der Stadt verantwortlich.

(sda)

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