Aktualisiert

Star-GeigerinMae wegen Betrugs für vier Jahre gesperrt

Die Star-Geigerin Vanessa Mae startete an den Olympischen Spielen in Sotschi im Riesenslalom für Thailand. Nun stellt sich raus: Ihre Qualifikation war manipuliert.

von
hua

Vanessa Mae, eigentlich Star-Geigerin, nahm im Februar dieses Jahres an den Olympischen Winterspielen in Sotschi teil. Die 36-Jährige ging im Riesenslalom für Thailand unter dem Namen ihres Vaters als Vanessa Vanakorn an den Start und gab zuvor 20 Minuten exklusiv ein Interview. Am Dienstag gab nun der Internationale Skiverband FIS bekannt, dass Mae zu unrecht in Sotschi mit dabei war. Qualifiziert hatte sie sich bei letzter Gelegenheit an Rennen in Slowenien. Laut FIS-Mitteilung vom Dienstag gab es offensichtliche Verstösse und Ergebnismanipulationen.

So sei eine Teilnehmerin auf Rang zwei gewertet worden, obwohl sie gestürzt war. Eine andere Fahrerin soll ausserhalb des Starthäuschens losgefahren sein. Die Zeitnahme sei manuell ausgelöst worden, als sie schon auf der Strecke war. Auch sei der Kurs im zweiten Durchgang nicht wie vorgeschrieben verändert worden. Die Rennen waren auf Bitte des Mae-Managements veranstaltet worden. Den Renndirektor und andere Funktionäre der Veranstaltung sperrte die FIS für ein bis zwei Jahre.

Mae wusste möglicherweise von nichts

Schon im Sommer hatte der slowenische Verband vier Funktionäre suspendiert. Damals hiess es, dass Mae womöglich nichts von den Manipulationen zu ihren Gunsten gewusst habe. Die Musikerin war in Sotschi mit 50,1 Sekunden Rückstand auf Olympiasiegerin Tina Maze aus Slowenien als 67. und letzte Teilnehmerin gewertet worden. (hua/si)

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