Kanton Freiburg – Mädchen (2) tot aufgefunden – Frau wegen Mordes angeklagt
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Kanton FreiburgMädchen (2) tot aufgefunden – Frau wegen Mordes angeklagt

Im November 2018 starb im Kanton Freiburg ein zweijähriges Kind. Gegen die Freundin des Vaters hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen Mordes erhoben.

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Im November 2018 fand ein Vater den leblosen Körper seiner zweijährigen Tochter. (Symbolbild)

Im November 2018 fand ein Vater den leblosen Körper seiner zweijährigen Tochter. (Symbolbild)

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Die Obduktion ergab, dass das Kind durch Fremdeinwirkung starb.

Die Obduktion ergab, dass das Kind durch Fremdeinwirkung starb.

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Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Freundin des Vaters erhoben. Diese wird sich wegen Kindsmord vor Gericht verantworten müssen.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Freundin des Vaters erhoben. Diese wird sich wegen Kindsmord vor Gericht verantworten müssen.

Facebook/Kapo Freiburg

Darum gehts

Der Fall ereignete sich in der Nacht auf den 11. November 2018: Im Freiburger Bezirk Greyerz fand ein Vater in seiner Wohnung den leblosen Körper seiner zweijährigen Tochter. Das kleine Mädchen befand sich über das Wochenende in der Obhut des Vaters, der nach der Trennung von der Kindsmutter mit seiner Freundin zusammenlebte.

Gemäss Obduktion starb das Kind durch «mechanisches» Ersticken. Die frischen Läsionen würden auf eine Fremdeinwirkung hindeuten. «Diese sind nicht mit einem Sturz aus einem Etagenbett vereinbar», schreibt die Freiburger Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.

Beziehungsprobleme als Tatmotiv

Die Ermittlungen ergaben, dass die Lebensgefährtin des Vaters einen Teil der Nacht mit dem Mädchen allein zu Hause war und mutmasslich dessen tödliche Verletzungen herbeiführte. Als mögliches Tatmotiv erachtet die Staatsanwaltschaft Probleme in der Beziehung; die Anwesenheit des Kindes habe die Partnerin daran gehindert, bestimmte Projekte zu verwirklichen. Hinzugekommen seien finanzielle Sorgen.

Die mutmassliche Täterin wird sich wegen Mordes vor Gericht verantworten müssen. Sie befindet sich seit dem 22. November 2018 in Haft. Die Frau behauptete stets, nichts mit dem Tod des Kindes zu tun zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Kind verloren?

Hier findest du Hilfe:

Fachstelle Kindsverlust, Beratung während Schwangerschaft, Geburt und erster Lebenszeit

Himmelskind.ch, für Akuthilfe und Trauerbegleitung

SIDS, nach plötzlichem Kindstod

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Mein-Sternenkind.ch, für betroffene Väter, Familien, Angehörige

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Appella, Telefon- und Onlineberatung bei früher Fehlgeburt

Pro Pallium, Trauergespräche und Trauertreffen

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

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(sul)

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