Neuseeland: Mädchen bittet Regierung um Infos über Drachen
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NeuseelandMädchen bittet Regierung um Infos über Drachen

Eine 11-Jährige hat in Neuseeland einen Brief an die Premierministerin Jacinda Ardern geschrieben. Das Internet feiert ihre Antwort.

von
doz
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Ein 11-jähriges Mädchen hat sich in einem Brief an Premierministerin Jacinda Ardern gewandt.

Ein 11-jähriges Mädchen hat sich in einem Brief an Premierministerin Jacinda Ardern gewandt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Darin bat es um Informationen über Drachen und Hellseher.

Darin bat es um Informationen über Drachen und Hellseher.

lou Avers
Bereist im März hatte Ardern den Brief einer Achtjährigen beantwortet.

Bereist im März hatte Ardern den Brief einer Achtjährigen beantwortet.

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Als eine Neuseeländerin Anfang Mai ihren Briefkasten leerte, fand sie einen Brief der Regierung vor. Neugierig öffnete sie ihn – und zeigte sich vom Inhalt deutlich überrascht. Denn darin stand:

«Besten Dank, dass du die Regierung kontaktiert hast. Wir waren sehr an deinem Vorschlag über Hellseher und Drachen interessiert, aber leider arbeiten wir zurzeit nicht in diesen Bereichen. Daher retourniere ich das Bestechungsgeld und wünsche dir alles Gute bei deiner Suche nach Telekinese, Telepathie und Drachen.»

Unter dem gedruckten Text stand die handgeschriebene Notiz: «PS: Ich halte ein Auge nach Drachen offen. Tragen sie Anzüge?» Gezeichnet war das Schreiben mit Jacinda Ardern, der Premierministerin Neuseelands.

In einem Post auf Reddit erklärte die Neuseeländerin schliesslich, was hinter dem Brief steckt. Ihre 11-jährige Schwester hatte der Premierministerin ein Schreiben geschickt, in dem sie darum bat, «Drachen telekinetisch zu machen» und ihr alle Informationen mitzuteilen, die die Regierung über die Fabelwesen besitzt. Denn die 11-Jährige wolle Drachen trainieren. Dem Brief legte sie eine Fünf-Dollar-Note bei, die wohl als Bestechung gedacht war.

Die Reddit-Gemeinschaft feiert die Premierministerin für ihre Antwort. «Das ist so süss! Ich bin kein Jacinda-Fan, aber wie sie Menschen behandelt, zeigt, dass sie eine gute politische Leaderin ist», schreibt ein Nutzer. Ein anderer meint: «Das ist wirklich nett, so etwas für ein Kind zu tun.

Kein Fake

Tatsächlich handelt es sich bei dem Reddit-Post nicht um einen Fake. Gegenüber der BBC bestätigte die Regierung von Neuseeland, dass die Premierministerin am 30. April einen solchen Brief verschickt hatte.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Premierministerin auf den Brief eines Kindes reagiert. Bereits im März schrieb sie einer Achtjährigen zurück, die sich mit der Bitte an die Regierung gewandt hatte, «gefährliche Waffen zu verbieten». Die Premierministerin antwortete verständnisvoll: «Ich finde auch, dass es eine gute Idee ist, gefährliche Waffen zu verbieten. Dann wäre Neuseeland ein sichererer Ort. Wir können der muslimischen Gemeinschaft auch mehr Liebe zeigen und jeden zur Rede stellen, der aufgrund von Religion, Kultur oder Herkunft gemein ist.»

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