Aktualisiert 05.04.2014 07:59

Urteil in China

Mädchen mit Rattengift vergiftet – Todesstrafe

Ein Gericht in China hat zwei Personen verurteilt. Sie sollen Rattengift in einen Joghurt gemischt haben – zwei Kindergärtlerinnen starben.

Eine Mutter und eine Grossmutter trauern um zwei kleine Mädchen, die vergiftet wurden. (Bild: AFP/str)

Eine Mutter und eine Grossmutter trauern um zwei kleine Mädchen, die vergiftet wurden. (Bild: AFP/str)

Weil sie Kindergartenkinder vergiftet haben sollen, hat ein chinesisches Gericht einen Mann und eine Frau zum Tode verurteilt. Die Leiterin eines Kindergartens und ein Komplize seien für schuldig befunden worden, Rattengift in einen Joghurt gemischt zu haben, berichtete der Sender CCTV am Samstag. Zwei Mädchen starben an der Vergiftung. Es war zunächst unklar, ob die Verurteilten in Berufung gehen wollen. Der Oberste Gerichtshof muss die Todesstrafe noch bestätigen.

Den Angaben zufolge war die Kindergartenleiterin aufgebracht, weil ein konkurrierender Kindergarten mehr Neuanmeldungen hatte. Daher rührte sie das Gift in einen Joghurt, den ihr Komplize am Strassenrand auf dem Weg zu dem anderen Kindergarten abstellte. Zwei Mädchen fanden den Joghurt, assen ihn und starben. Der Vorfall ereignete sich im April 2013 im Bezirk Pingshan.

Chinesische Schulen und Kindergärten sind in der Vergangenheit immer wieder Ziel von tödlichen Angriffen gewesen. Teils handelte es sich um geistig verwirrte Täter, teils war Rache das Motiv. Auch durch unzureichend ausgebildetes Personal ist es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen gekommen, etwa wenn die Kinder ohne medizinische Indikation Medikamente erhalten haben. (sda)

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