Maelstrom: «Maelstrom»: Verschlungen von der miesen Entwicklung
Aktualisiert

Maelstrom«Maelstrom»: Verschlungen von der miesen Entwicklung

«Maelstrom» zeichnet ein düsteres Endzeitepos unserer Welt im Jahr 2050. Wenn nur das Spiel ebenso fertig wäre wie die zukünftige Erde.

Maelstrom bezeichnet einen gefürchteten Gezeitenstrom zwischen zwei norwegischen Inseln, dem die Kraft zugeschrieben wird, Schiffe zu verschlingen. Der Strudel hat Jules Verne und Edgar Allen Poe inspiriert. Ein geladener Begriff also, und wer ein Game so betitelt, hat Grosses vor.

Tatsächlich befindet sich im Echtzeit-Strategiespiel «Maelstrom» die Erde in einem gewalttätigen Strudel: Die Menschen haben ihren Heimatplaneten kaputt gemacht, zwei Fraktionen, die Aufrechten und die Kosmitron, sowie eine Alienrasse names Hai-Genti kämpfen um die Vorherrschaft. Der Spieler beginnt als Dirigent der Aufrechten, um sie strategisch geschickt in den Kampf zu führen. Strategietypisch müssen Ressourcen abgebaut und zweckdienliche Gebäude errichtet werden, um danach eine schlagkräftige Armee zu bauen.

«Maelstrom» erleidet indes Schiffbruch: Die Grafik wirkt unfertig, die Stimmen sind schlecht synchronisiert und die Wiederholung der ewig gleichen Sätze zerrt an den Nerven. Die Steuerung ist zudem langsam und bietet wenig Hilfe für die Schlachten. Abstürze machen dem Spass endgültig den Garaus. Schade, denn ein Game mit diesem Namen lässt Grösseres erwarten.

Jan Graber

«Maelstrom» für PC; Codemasters, Activesoft.

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