Aktualisiert 05.09.2006 17:34

Männer, Kidnapper und andere Sorgen

Endlich zeigt die «Geheimakte Tunguska» einem totgesagten Genre, wo es langgeht. Ohne das Rad neu zu erfinden, führt es den Spieler auf eine spannende Reise um die Welt und löst nebenbei eines der grössten Rätsel der Menschheit.

Am 30. Juni 1908 ereignete sich an der Tunguska, einem Fluss in Zentralsibirien, eine gewaltige Explosion, die noch 30 Kilometer entfernt reihenweise Bäume entwurzelte. Die Ursache wurde niemals geklärt, doch ranken sich abenteuerliche Theorien darum. Aber die Protagonistin Nina kümmert dies anfangs wenig, vielmehr interessiert sie nur das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters. Auf der Suche nach dem Verschollenen führt einen das Spiel in simpler Point&Click-Manier an stimmungsvolle und mit Liebe fürs Detail gestaltete Schauplätze.

Allerdings patzten die Entwickler gegen Ende der kurzen Story etwas und liessen die Auflösung des Tunguska-Rätsels auch für Adventure-Veteranen gar textlastig werden. Dennoch zeigt die «Geheimakte Tunguska» gut, dass an einem altbewährten Spielprinzip nichts falsch ist, wenn man es spannend und spielerfreundlich gestaltet.

Michel Pescatore

«Geheimakte Tunguska» für PC, Koch Media. HHHHI

«Geheimakte Tunguska» für PC, Koch Media. HHHHI

«Geheimakte Tunguska» für PC, Koch Media. HHHHI

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