Mit Rock und Kleid: Männer rebellieren gegen Shorts-Verbot
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Mit Rock und KleidMänner rebellieren gegen Shorts-Verbot

Ein junger Brite protestiert im Kleid gegen den Dresscode seines Arbeitgebers. In Frankreich wehren sich Busfahrer in Röcken.

von
woz
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Protest im Rock: Die Busfahrer von Nantes (F) haben die langen Hosen zuhause gelassen.

Protest im Rock: Die Busfahrer von Nantes (F) haben die langen Hosen zuhause gelassen.

Screenshot Presse Océan
Der Arbeitgeber hatte ihnen Short verboten, doch die Chauffeure fanden ihre eigene Lösung.

Der Arbeitgeber hatte ihnen Short verboten, doch die Chauffeure fanden ihre eigene Lösung.

Screenshot Presse Océan
Viele von ihnen erschienen im Rock zu Arbeit – Frauen sei dies schliesslich auch erlaubt, argumentieren sie.

Viele von ihnen erschienen im Rock zu Arbeit – Frauen sei dies schliesslich auch erlaubt, argumentieren sie.

Screenshot Presse Océan

Die Busfahrer im westfranzösischen Nantes sind nicht zu beneiden. Die Busse verfügen über keine Klimaanlage und die Temperaturen hinter der Frontscheibe erreichen schon mal 50 Grad (wie heiss Gegenstände werden können, hat auch 20 Minuten getestet). In der Uniform der Chauffeure ist das beinahe unerträglich. «Wir beneiden Frauen in solchen Momenten», sagte Didier Sauvetre, einer der Angestellten, der Lokalzeitung «Presse Océan». Den Antrag, im Dienst kurze Hosen tragen zu dürfen, lehnte der Arbeitgeber ab: «für diesen Beruf ungeeignet», befand er. Damit lassen sich die Busfahrer jedoch nicht abspeisen. Am Dienstag brachen sie den Kleiderkodex und erschienen im Rock zur Arbeit. «Diese sind für weibliche Fahrer schliesslich zugelassen», argumentierten sie.

Einen Bruder im Geiste haben die sechs Franzosen in Grossbritannien. Auch Joey Barge wollte nicht mit langen Hosen im Büro schwitzen – und wagte einen Versuch. «Wenn Frauen Röcke und Kleider zur Arbeit tragen können, kann ich dann diese smarten Shorts anziehen?», fragte sich der junge Mann aus Buckinghamshire auf Twitter.

Sein Arbeitgeber, ein Callcenter, schickte ihn prompt nach Hause mit der Aufforderung, sich umzuziehen. Doch statt in lange Hosen, wie es der Dresscode der Firma vorschreibt, schlüpfte Barge in ein kurzes, schwarz-pink-rotes Kleid und kehrte ins Büro zurück.

Die Reaktion der Firma: «Sie sagten mir, es sei ein bisschen zu bunt und fragten mich, ob ich mich zu Hause nochmal umziehen wolle, weil sie jetzt kurze Hosen wegen meines Protests erlaubten», sagte Barge der «Daily Mail». Wie es im Bericht weiter heisst, dürfen die Callcenter-Mitarbeiter bei der Arbeit nun Dreiviertelhosen tragen – jedoch nur in den Farben Schwarz, Dunkelblau und Beige.

Barge wollte sich an jenem Tag nicht noch einmal umziehen und so arbeitete er im bunten Kleid.

Wann würden Sie den Kleiderkodex Ihrer Firma brechen? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.

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