Aktualisiert 23.01.2008 14:00

Männer sind Schluckspechte

Eine britische Studie beweist, dass die Männer in Grossbritannien doppelt so viel Alkohol trinken wie die Frauen. Und das ist auch in der Schweiz so.

Eine am Dienstag publizierte Studie der britischen Statistikbehörde hat das Trinkverhalten der Briten in einer Rundfrage bei 16 500 Familien untersucht. Die Erhebung wurde bereits 2006 durchgeführt; die Daten wurden nun mit einer neuen Methode verarbeitet, die auch den Trend zu grösseren Trinkmengen und härteren Alkoholsorten berücksichtigt.

Die Analyse der Daten ergab, dass Männer jede Woche 18,7 Einheiten Alkohol zu sich nehmen, während Frauen sich im Schnitt mit 9,0 Einheiten begnügen. Rund 21 Prozent der Männer - aber nur 11 Prozent der Frauen - hatten in den letzten sieben Tagen vor der Befragung Alkohol getrunken.

Auch Schweizer Männer trinken mehr als Frauen

Zahlen der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zeigen, dass das Verhältnis der Geschlechter in Sachen Alkoholkonsum in der Schweiz ein ähnliches Muster aufweist. Auch die Schweizer Männer trinken rund doppelt so viel wie die Frauen (siehe Grafik). Je höher die Trinkhäufigkeit, desto ausgeprägter ist dabei die männliche Dominanz - so trinken 20 Prozent der männlichen Schweizer jeden Tag mindestens einmal. Bei den Frauen sind es nur 9 Prozent.

Umgekehrt nehmen 29 Prozent der Frauen überhaupt nie Alkohol zu sich, gegenüber lediglich 14 Prozent der Männer.

In diesen Zahlen aus dem Jahr 2002 ist die Alkoholmenge nicht ausgewiesen, sondern die Häufigkeit des Konsums.

Konsum nimmt ab

Die britischen Zahlen zeigen des Weiteren einen leichten Rückgang des Alkoholkonsums in den letzten zehn Jahren.

Dies lässt sich auch in der Schweiz beobachten: 1992 gaben noch 29 Prozent der Männner und 11 Prozent der Frauen an, ein- bis mehrmals täglich Alkohol zu trinken. Zehn Jahre später waren es noch 20 bzw. 9 Prozent.

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