Aktualisiert 14.04.2005 03:15

Männerüberschuss in der Urschweiz

Fünf von sechs Zentralschweizer Kantonen haben einen Männerüberschuss. Ein Phänomen in der Schweizer Bevölkerungsstatistik.

Die Zahlen beweisen es: Die Urkantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden haben einen Männerüberschuss. Den 121 116 Frauen stehen 123 245 Männer gegenüber. Einzig der Kanton Luzern weist im Vergleich mit den Urkantonen einen Überhang an Frauen aus. In der ständigen Luzerner Wohnbevölkerung wurden Ende 2004 180 034 Frauen (50,7 Prozent) und 174 769 Männer statistisch erfasst.

Gesamtschweizerisch ist die Überzahl der Frauen noch höher: Von den 7,41 Millionen Menschen sind 3,79 Millionen oder 51,15 Prozent Frauen.

Weshalb die Urschweizer Kantone einen Überhang an Männern haben, ist wissenschaftlich bisher nicht erforscht worden. Vermutungen dazu gibt es jedoch viele. Eine davon ist das Klima.

Matthias Sänger von Meteo-News hat jedoch keine Erklärung für das Phänomen: «Ob sich die klimatischen Verhältnisse auf die Bevölkerungsstruktur auswirken, entzieht sich meiner Kenntnis.» Das Wetter, so Sänger, sei bisher nur in Bezug auf seine Wirkung auf die

menschliche Psyche untersucht worden. Die Psychologin Cristina Casagrande dagegen hat festgestellt, dass die Innerschweizer Männer sehr gesund leben, was sich günstig auf ihre Lebenserwartung auswirken würde.

(sam)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.