12.03.2015 12:14

Überarbeitet

Männliche Porno-Stars in Japan müssen zu oft ran

Shimiken ist einer der bekanntesten Porno-Stars in Japan – und total überarbeitet. Auf Twitter lässt der 35-Jährige die Welt an seinem Leid teilhaben.

von
lia
Shimiken ist überfordert: Die japanische Pornoindustrie hat ein Nachwuchsproblem bei männlichen Darstellern.

Shimiken ist überfordert: Die japanische Pornoindustrie hat ein Nachwuchsproblem bei männlichen Darstellern.

Er ackert wie ein Pferd und braucht dringend Unterstützung. Shimiken ist einer der bekanntesten japanischen Porno-Stars – und steht kurz vor dem Burnout. Der Grund: In seiner Heimat kommen auf 10'000 weibliche nur 70 männliche Porno-Darsteller.

Gleichzeitig werden im Land des Lächelns mehr als doppelt so viele schlüpfrige Filmchen produziert als in den USA: «Für 4000 neue Filme pro Monat ist die Zahl der männlichen Schauspieler einfach nicht genug. Die Industrie ist wie ein Loch in der Wand, das grösser werden muss!», schreibt der 35-Jährige auf Twitter. Wie er wohl auf die Loch-Metapher kam?

Seit sieben Jahren habe er keinen Urlaub mehr gemacht, erzählte er dem «Details»-Magazin. Shimiken, der im normalen Leben Ken Shimizu heisst, ist eben heiss begehrt. Bekannt für sein Durchhaltevermögen, arbeitet er seit 18 Jahren sechs Stunden am Tag, zum Teil für sechs verschiedene Filme und das sieben Tage die Woche.

«Es ist gemein, einem Mädchen in die Augen zu spritzen»

In dieser Zeit hat Shimiken schon fast alles gesehen – und getan: Sei es Sex mit einem Popstar oder mit 72-jährigen Zwillingen. Nur bei Tieren hat er Hemmungen. Um auch wirklich immer seinen Mann stehen zu können, folgt er einem strikten Fitness- und Ernährungsplan: kein Alkohol, dafür viel Protein und eineinhalb Stunden Kraft-Training an vier Tagen in der Woche, um die Testosteron-Ausschüttung anzukurbeln. Sogar zielen übt er: «Es ist einfach gemein, einem Mädchen in die Augen zu spritzen», sagt er.

Aller Anfang ist schwer

Schon seit seinem 15. Lebensjahr ist er vom Sex besessen. Sogar in der Schule musste Shimiken sich ständig einen von der Palme wedeln. Bis er seine schulische Laufbahn an den Nagel hängte, um seiner Berufung zu folgen. Und obwohl er nach seinem ersten Job im Spital landete (er musste einen Teller mit menschlichen Ausscheidungen essen) gab er seinen Traum nicht auf.

«In der Realität ist die Pornoindustrie ein beschissener Ort, gefüllt mit beschissenen Leuten. Ich möchte ein Licht in all dem sein. Dazu bin ich berufen», sagt er. Heute verdient der 35-Jährige 30'000 Dollar pro Woche – und wünscht sich nichts sehnlicher als ein wenig Entlastung. Es scheint, als bräuchte er nach über 7000 gedrehten Filmen einfach mal eine Umarmung. Und Ferien am Strand.

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