Maestro-Karte bald bis zu 150 Prozent teurer?
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Maestro-Karte bald bis zu 150 Prozent teurer?

Mit der stufenweisen Ablösung der EC-Karte durch das Maestro-System entstehen Mehrkosten von 40 Millionen Franken. Da weder der Detailhandel noch die Banken die Kosten übernehmen wollen, soll der Konsument bezahlen.

Laut einem Artikel der «SonntagsZeitung» fordert der Warenhaus-Dachverband Swiss Retail Federation, dass die Banken die Jahresgebühr für Maestro-Karten einheitlich auf 50 Franken erhöhen. Gehen die Banken auf diesen Vorschlag ein, drohen den Inhabern von Maestro-Karten Preisaufschläge von bis zu 150 Prozent.

Am härtesten träfe es die Kunden von UBS, Migrosbank und den meisten Kantonalbanken. Diese Institute verlangen derzeit für die Maestro-Karte eine Jahresgebühr von 20 Franken.

Die Banken reagieren jedoch abweisend. Mit intensiven Verhandlungen soll nun das Problem gelöst werden, wie die Kosten des Maestro-Systems zwischen Banken, Detailhandel und Karteninhabern aufgeteilt werden sollen. Kommt keine Einigung zustande, will der Handel die Wettbewerbskommission (Weko) einschalten. Dass es billiger geht, zeigt die Post mit ihrer Postcard. Sie ist für die rund 2,1 Millionen Karteninhaber kostenlos. Nach Post-Angaben soll dies auch so bleiben, und Aufschläge für den Handel sind ebenfalls nicht in Sicht.

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