Mäuseplage ärgert Bauern – und behindert Piloten
Aktualisiert

Mäuseplage ärgert Bauern – und behindert Piloten

Im Kanton Bern haben Bauern und Hobbypiloten jetzt ein gemeinsames Problem: Wegen des milden Winters tummeln sich auf ihren Wiesen besonders viele Mäuse.

von
Nina Jecker

«Dieses Jahr hat es bei uns ausserordentlich viele Mäuse», ärgert sich Bäuerin Vreni Fuhrer aus Biembach. «Überall im Garten und auf den Wiesen sieht man ihre Erdhaufen.» Dagegen machen könne sie wenig: «Zum Mausen fehlt uns die Zeit.» Dieses Problem kennt auch Hans Grossenbacher vom Info­rama Emmental, wo sich mäusegeplagte Landwirte Rat holen. «Um Mäuse erfolgreich zu bekämpfen, muss man sich fast rund um die Uhr darum kümmern», weiss Grossenbacher. Sonst werde es sehr schwierig, da sich die Schädlinge rasend schnell vermehren. «Dazu kommt, dass wohl heuer der milde Winter die Fortpflanzung noch begünstigt hat», so der Experte.

Das bekommen auch die Hobbypiloten der Motorfluggruppe Thun zu spüren. Denn Mäuse haben die Rasenflächen ihres Flugplatzes in regelrechte Buckelpisten verwandelt. «Die Situa­tion ist zum Starten und Landen alles andere als ideal», sagt Flugfeldleiter Hans Ueli Stauffer. Deshalb soll jetzt Profi-Mauserin Kathrin Hirsbrunner mit ihren Fallen für nagerfreie Pisten sorgen. Ihre Referenz: Hirsbrunner «entmaust» auch den Flughafen Zürich-Kloten.

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