Bäume in Gefahr: Mäuseplage: Seetaler Bauern schlagen Alarm
Aktualisiert

Bäume in GefahrMäuseplage: Seetaler Bauern schlagen Alarm

Das Seetal wird von Mäusen geplagt. Bauern schützen ihre Obstbäume mit Fallen, Katzen und Greifvögeln.

von
Gianni Walther
Die Hochstammbäume des Ballwilers Alois Füglister werden von Mäusen geplagt.

Die Hochstammbäume des Ballwilers Alois Füglister werden von Mäusen geplagt.

«Die Mäusepopulation im Seetal hat in den letzten Jahren stark zugenommen», sagt Simon Gisler, Geschäftsführer der Hochstamm Seetal AG. Zudem habe der schneereiche Winter dazu beigetragen, dass sich die Mäuse unter der Schneedecke – geschützt vor Feinden – einfacher vermehren konnten.

Die steigende Mäusepopulation bedroht nun die Hochstammbäume: Die Mäuse machen sich über deren Wurzeln her. «Gerade im Winter sind Wurzeln ein gefundenes Fressen», so Gisler. Vor allem Jungbäume seien betroffen – ein einziges Tier könne einen jungen Obstbaum kaputt machen: «Die Mäuse sind für Hochstammbäume eine grössere Bedrohung als der Feuerbrand.»

Aufwendiger Kampf

Um die Schädlinge abzuwehren, würden die Wurzeln beim Pflanzen mit Gittern geschützt. Dennoch seien Kontrollen nötig: «Die Beobachtung ist aufwendig, aber so kann man das Problem in den Griff kriegen.» Mit Fallen, Katzen und Sitzstangen für Greifvögel gehe man gegen Nager vor. Würde dies nicht gemacht, könnten bis 50 Prozent der Bäume absterben. Gift werde nicht eingesetzt. Gisler: «Zu gefährlich für andere Tiere».

Landwirt Alois Füglister ist das Problem bekannt: «Wir haben eine richtige Mäuseplage». Er gehe mit Fallen gegen die Mäuse vor. Trotzdem musste er im letzten Jahr Ertragsausfälle hinnehmen. Auch heuer hat er eine Befürchtung. «Vielleicht werden einige Bäume eingehen.»

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