Nahost: Mafia-Pate stirbt durch Autobombe
Aktualisiert

NahostMafia-Pate stirbt durch Autobombe

Eine gewaltige Explosion hat in Tel Aviv einen berüchtigten Anführer der israelischen Mafia das Leben gekostet.

Ein israelischer Unterwelt-Boss ist in Tel Aviv bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. Der 54-Jährige sei ums Leben gekommen, als der vermutlich ferngezündete Sprengsatz in seinem Leihwagen explodierte.

Die Bombe zündete, als sich das Auto von Jaakov Alperon an einer Strassenkreuzung befand, wie israelische Medien meldeten. Drei Passanten, darunter ein Kind, wurden den Berichten zufolge leicht verletzt.

Alperon sei von einer Gerichtsverhandlung gegen seinen Sohn gekommen, der wegen Erpressung eines Partyveranstalters und Gewalt gegen einen Polizisten angeklagt ist, hiess es.

Er galt als einer der Köpfe des organisierten Verbrechens in Israel und hatte viele Feinde. In der Vergangenheit hatte er mehrere Attentatsversuche überlebt.

Bei tödlichen Bandenkriegen zwischen den rivalisierenden kriminellen Organisationen in Israel sind in den vergangenen Jahren immer wieder Unbeteiligte umgekommen. Nach Angaben des israelischen Radios fürchtet die Polizei nach dem Mord an Alperon eine «Welle von Racheanschlägen in der Unterwelt».

Der Mordanschlag hatte zunächst für Verwirrung gesorgt in Tel Aviv. Zunächst hatten das Rettungskräfte und das israelische Militärradio von einem Bombenattentat in Tel Aviv gesprochen. (sda)

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