Italien: Mafia setzt Jugendliche ein
Aktualisiert

ItalienMafia setzt Jugendliche ein

Die Mafia setzt bei Neapel Teenager ein, um ihre Forderungen nach einem sogenannten Schutzgeld etwa bei Geschäften und Unternehmen zu übermitteln.

Jungen im Alter von nur 12 und 13 Jahren wurden mit Botschaften des Camorra-Clans Amato-Pagano in Ercolano nahe der kampanischen Metropole losgeschickt, teilten Ermittler am Samstag nach einer Razzia bei den Mafiosi mit. Die Carabinieri nahmen den 24-jährigen Maurizio Errichelli als einen der Drahtzieher fest.

Minderjährige als «Emissäre» für diese Drohungen einzusetzen, sei äusserst schwerwiegend und beunruhigend, dagegen müsse ein Damm gebaut werden, sagte Neapels Staatsanwalt Giandomenico Lepore. Die von der Mafia erpressten Geschäftsleute mussten zuerst 5000 Euro (7550 Franken) Schutzgeld zahlen und danach monatlich 250 bis 300 Euro, um ihre Ruhe zu haben. (sda)

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