Ausbrecher-Paar: Magdici und Kiko wollen heiraten

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Ausbrecher-PaarMagdici und Kiko wollen heiraten

Ausbrecher Hassan Kiko muss sich heute wegen Vergewaltigung vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Mit dabei als Zuschauerin: Angela Magdici, die mittlerweile seine Verlobte ist.

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ann

Valentin Landmann, Anwalt von Hassan Kiko, äussert sich zum Erscheinen von Angela Magdici vor dem Obergericht. (Video: jen)

Hassan Kiko, der dieses Jahr im Februar mit seiner Aufseherin Angela Magdici aus dem Gefängnis Limmattal nach Italien geflüchtet war, muss sich heute vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Es geht um den Vorwurf der Vergewaltigung einer knapp 16-Jährigen.

An den Verhandlungen nimmt auch Angela Magdici als Zuschauerin teil. Wie Kikos Verteidiger Valentin Landmann am Morgen erklärte, sind die beiden mittlerweile verlobt.

Es geht um die grosse Liebe

Angela Magdici hatte in all ihren Statements immer betont, dass sie alles nur aus Liebe getan habe. «Wir sind zusammen. Er ist ich und ich bin er», sagte sie im Interview auf Tele Züri. Die Liebe zwischen ihr und ihm sei langsam gewachsen. Sie bereut zwar, dass sie mit dem Ausbruch die Regeln gebrochen hat. Aber: «Ich würde gar nichts anders machen.»

Ganz wichtig ist Magdici, dass Kiko eigentlich kein Sexualstraftäter ist. «Er wurde als gewissenloser Triebtäter dargestellt», sagte sie. Dieses Bild wollte sie korrigieren. Sie bezweifelt die Rechtmässigkeit des Urteils wegen Vergewaltigung. «Hassan ist unschuldig, da bin ich mir sicher», sagte sie gegenüber den Medien.

Kiko werden gleich drei Sexualstraftaten vorgeworfen

Doch so unschuldig scheint ihr Verlobter nicht zu sein. Bei Kiko geht es um insgesamt siebeneinhalb Jahre Gefängnis. Das Bezirksgericht Dietikon hatte den Syrer am 7. Dezember 2015 schuldig gesprochen und zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt. Aber: Es ist nicht das erste Mal, dass Kiko wegen einer Sexualstraftat schuldig gesprochen wurde. 2012 lockte er eine 19-Jährige ins Asylheim Eschlikon und zwang sie zu Oralsex.

Zwei Jahre später wird er vom Bezirksgericht Münchwilen deswegen zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Wenige Tage vor dem Schuldspruch hatte er aber eine weitere Frau sexuell belästigt. Und er beliess es nicht dabei: Im gleichen Jahr, Ende November, soll er er eine 16-jährige Brasilianerin in Schlieren vergewaltigt haben, weswegen er jetzt in zweiter Instanz vor Gericht steht. Kiko bestreitet die Vergewaltigung.

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