Offene Rechnungen: Magdicis italienischer Anwalt droht mit Streik

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Offene RechnungenMagdicis italienischer Anwalt droht mit Streik

Gefängniswärterin Angela Magdici kommt in U-Haft. Derweil stapeln sich bei ihrem Vater die Rechnungen. Nun will auch Magdicis Anwalt seine Arbeit stoppen, falls kein Geld kommt.

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vro

Angela Magdicis spektakuläre Befreiung von Gefängnisinsasse Hassan Kiko kommt ihre Familie teuer zu stehen. Die Leasingraten für den BMW, den die beiden zur Flucht benutzten, hat ihr leiblicher Vater Kurt Bill abbezahlt, wie er zum Blick sagte. Auch die Krankenkasse seiner Tochter habe er übernommen. «Dazu kommen noch die Kosten für den Pflichtverteidiger.»

Bill brauche dringend eine Vollmacht von seiner Tochter. Doch das sei nicht so einfach: Viermal habe er bei der Staatsanwaltschaft nachgefragt, eine Antwort habe er aber bis heute nicht erhalten. Ausserdem muss Bill das Fluchtauto aus Italien zurückholen, sonst wird es noch teurer. «Wird es nicht bald abgeholt, schafft die Polizei es weg, und dann bleibt es monatelang beschlagnahmt. Das kostet dann 149 Euro am Tag», sagt Mario Campagna, Magdicis und Kikos Anwalt in Italien.

«Ich möchte sie in die Arme nehmen»

Der Anwalt setzt die Familie zusätzlich unter Druck. Er warte selbst auf einen offenen Betrag von 3900 Euro. Die Rechnung habe er Angelas Schwester geschickt. Wenn sie nicht bald zahlt, steht die Familie vor dem nächsten Problem: «Solange ich kein Geld bekomme, mache ich nicht weiter», sagt Campagna.

Derweil hat das Zürcher Zwangsmassnahmengericht den Antrag auf Untersuchungshaft für Magdici gutgeheissen, wie der Blick schreibt. Ihre Familie durfte Magdici bis dato offenbar noch nicht sehen: «Ich weiss nicht, wann ich meine Tochter besuchen darf», sagt Bill. «Ich möchte sie endlich in die Arme nehmen.»

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