Nach Autopanne – Mahesh (14) und Shaun (21) überleben tagelang ohne Wasser im Outback

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Nach AutopanneMahesh (14) und Shaun (21) überleben tagelang ohne Wasser im Outback

Nach einer Autopanne im Outback entschieden sich Mahesh Patrick und Shaun Emitja, zu Fuss weiterzugehen. Das hätte sie beinahe das Leben gekostet.

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Zwei junge Australier hatten im Outback eine Autopanne.

Zwei junge Australier hatten im Outback eine Autopanne.

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Mahesh Patrick (14, l.) und Shaun Emitja (21) wurden als vermisst gemeldet.

Mahesh Patrick (14, l.) und Shaun Emitja (21) wurden als vermisst gemeldet.

Northern Territory Police
Sie versuchten, zu Fuss die einzige Hauptstrasse in der Region zu erreichen.

Sie versuchten, zu Fuss die einzige Hauptstrasse in der Region zu erreichen.

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Darum gehts

  • Zwei junge Australier hatten im Outback eine Autopanne.

  • Sie wollten zu Fuss eine Strasse erreichen, fanden diese jedoch nicht.

  • Die beiden führten keinen Wasservorrat mit sich.

  • Sie hatten laut Polizei «grosses Glück», dass sie überlebt haben.

Mahesh Patrick (14) und Shaun Emitja (21) waren nach Polizeiangaben am vergangenen Dienstag als vermisst gemeldet worden, nachdem sie von einem Wochenendausflug in die entlegene Region von Arlparra im Northern Territory nicht in ihre Heimatgemeinde Hermannsburg zurückgekehrt waren.

Die Sorgen wuchsen, als die Einsatzkräfte den Wagen der beiden 50 Kilometer südöstlich von Arlparra entdeckten – festgefahren und verlassen. Die Behörden leiteten eine grossangelegte Suche ein – auch aus der Luft.

Mahesh lief zwei Tage lang Richtung Süden

«Sie dachten, sie würden in eine Richtung gehen, die sie an den Sandover Highway heranführen würde», sagte die Polizei des Northern Territory und bezog sich dabei auf die einzige Hauptstrasse, die in Nord-Süd-Richtung durch die Region führt. Die beiden wurden als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht nach Hermannsburg, einer Aborigine-Gemeinde 120 Kilometer südwestlich von Alice Springs, zurückgekehrt waren.

Mahesh wanderte etwa 35 km allein und entdeckte schliesslich einen Zaun, dem er zwei Tage lang nach Süden folgte. Er wurde am Freitagabend gefunden. «Wie durch ein Wunder wurde er von Gemeindemitgliedern ausfindig gemacht, die ihn mit seiner Gemeinde und seiner Familie zusammenführte», so Polizeichefin Kirsten Engels.

Er unterstützte dann eine Luftsuche der Polizei nach Shaun Emitja, der am Samstagabend gefunden wurde. «Sie haben grosses Glück, dass sie noch leben - wir alle wissen, wie hart es da draussen ist», sagte Engels. Und weiter: «Wir glauben, dass sie am Dienstag zuletzt etwas zu trinken hatten.»

Temperaturen erreichen bis zu 40 Grad

Die jungen Männer seien dehydriert und klagten wegen ihres langen Fussmarsches über schmerzende Füsse, aber sie seien sonst gesund, hiess es. Im dürren und riesigen Outback des australischen Nordens herrschen derzeit Tagestemperaturen von bis zu 40 Grad.

Australische Medien verwiesen darauf, dass es bei einer Autopanne im Outback sinnvoll sei, im Fahrzeug zu bleiben. Dieses biete nicht nur Schutz vor den Elementen, sondern sei auch für Suchtrupps leichter zu finden als Einzelpersonen.

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Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(DPA/job)

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