Aktualisiert 24.06.2004 20:38

Mail-Adressen gestohlen und an Spammer verkauft

Ein ehemaliger Angestellter des Internet-Anbieters AOL soll Millionen von E-Mail-Adressen gestohlen und diese an Spam-Versender verkauft haben. Dem Mann drohen fünf Jahre Gefängnis.

92 Millionen Kundennamen – so lang war die Liste, die der 24-jährige AOL-Mitarbeiter David Kelley gestohlen haben soll.

Die Namen samt E-Mail-Adressen habe er dann dem Internet-Händler Sean Dunaway verkauft, der inzwischen auch festgenommen worden ist. Dunaway habe die Liste für die Werbung seiner Online-Glücksspiele benutzt und auch an andere Spam-Versender für 52000 Dollar verkauft.

Beiden Männern drohen nach dem US-Anti-Spam-Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 250 000 Dollar.

AOL teilte inzwischen mit, dass nur E-Mail-Adressen und teilweise Postleitzahlen und Telefonnummern betroffen sind. Sicherheitsrelevante Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern seien den Spammern nicht in die Hände gefallen.

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