Verfahren sistiert: Kadermitglied der Zuger Polizei verlässt Team nach Mail-Affäre
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Verfahren sistiertKadermitglied der Zuger Polizei verlässt Team nach Mail-Affäre

Nach der Mail-Affäre vom Dezember 2019 verlässt ein Kadermitglied das Zuger Polizeikorps. Das Verfahren zur Amtsgeheimnisverletzung wird sistiert.

von
Dominic Wipfli
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Nach einer Mail-Affäre scheidet ein Kadermitglied der Zuger Polizei aus dem Korps aus. 

Nach einer Mail-Affäre scheidet ein Kadermitglied der Zuger Polizei aus dem Korps aus.

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Die Zuger Polizei hatte das Kadermitglied und eine Mitarbeiterin im Dezember 2019 freigestellt und eine Untersuchung eingeleitet.

Die Zuger Polizei hatte das Kadermitglied und eine Mitarbeiterin im Dezember 2019 freigestellt und eine Untersuchung eingeleitet.

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Grund war ein E-Mail-Verkehr, der vom Konto einer Zuger Polizistin an verschiedene Adressen verschickt worden war. Darin enthalten war auch ein vertrauliches Journal der Zuger Polizei.

Grund war ein E-Mail-Verkehr, der vom Konto einer Zuger Polizistin an verschiedene Adressen verschickt worden war. Darin enthalten war auch ein vertrauliches Journal der Zuger Polizei.

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Nach der Mail-Affäre scheidet der Chef der Zuger Sicherheitspolizei aus dem Korps aus. Dies teilte die Sicherheitsdirektion am Mittwoch mit. Die Zuger Polizei hatte das Kadermitglied und eine Mitarbeiterin im Dezember 2019 freigestellt und eine Untersuchung eingeleitet. Der Grund: Ein im Namen einer Mitarbeiterin der Zuger Polizei veröffentlichter Schriftverkehr enthielt vertrauliche Daten aus dem Einsatzjournal der Zuger Polizei. Dieser Inhalt unterliegt dem Amtsgeheimnis. In Folge wurde durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug eine Strafuntersuchung eingeleitet und die Kantonspolizei Zürich mit den Ermittlungen beauftragt.

Zusätzlich zu den vertraulichen Daten wurden Dutzende intime Nachrichten veröffentlicht. In einer der Nachricht wurde dem hohen Polizei-Kader Stalking vorgeworfen: «Er hat mich mit dem Feldstecher ausspioniert», stand in der E-Mail.

Ermittlungen ohne Erfolg

In den Ermittlungen lag der Fokus darauf, ob die Mitarbeiterin die E-Mail versendet und dadurch eine Amtsgeheimnisverletzung begangen hatte oder ob eine Drittperson durch unbefugten Zugriff auf die E-Mail für das Versenden verantwortlich ist.

Es konnten bei den Ermittlungen keine Hinweise darauf gefunden werden, dass die Mitarbeiterin die E-Mail versendet hat. Bei den Ermittlungen ob es sich um eine Drittperson handelt, konnten ebenfalls keine Hinweise gefunden werden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat das Verfahren in Folge eingestellt.

(SDA)

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