Mainz und Hertha erfolgreich : Freiburg wechselt wegen Rot-Grün-Sehschwäche die Trikots und gewinnt
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Mainz und Hertha erfolgreich Freiburg wechselt wegen Rot-Grün-Sehschwäche die Trikots und gewinnt

Mainz verlässt zum ersten Mal seit November die Abstiegszone. Hertha BSC holt sich wichtige drei Punkte gegen Leverkusen und Freiburg gewinnt mit «falschen» Trikots gegen Augsburg.

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Gelb statt Rot, der SC Freiburg setzte aufgrund eines Spielers auf die Auswärtstrikots. 

Gelb statt Rot, der SC Freiburg setzte aufgrund eines Spielers auf die Auswärtstrikots.

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Hertha BSC holt sich gegen Bayer Leverkusen drei Punkte.

Hertha BSC holt sich gegen Bayer Leverkusen drei Punkte.

Pool via REUTERS
Mainz gewinnt auswärts bei Hoffenheim 2:1. 

Mainz gewinnt auswärts bei Hoffenheim 2:1.

Uwe Anspach/dpa

Darum gehts

  • Hertha BSC schiesst Leverkusen ab.

  • Die Mainzer besiegen Hoffenheim auswärts 2:1.

  • Die 05er bauen damit ihre Erfolgsserie aus.

Mit seinen gelben Ausweichtrikots hat der SC Freiburg im heimischen Schwarzwald-Stadion einen grossen Schritt in Richtung Europapokal gemacht. Nach zuvor zwei Niederlagen setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich zum Abschluss des 26. Spieltags der Fussball-Bundesliga am Sonntag mit 2:0 (0:0) gegen den FC Augsburg durch. Roland Sallai (51. Minute) und Philipp Lienhart (79.) erzielten die Tore für die Gastgeber. Durch den Sieg verkürzte der SC den Abstand auf den sechsten Rang und Bayer 04 Leverkusen auf drei Punkte. Die Augsburger bleiben nach der Niederlage Tabellen-13., haben aber nur noch sechs Zähler Vorsprung vor dem Abstiegs-Relegationsplatz.

Kurios: Der SC war zuhause freiwillig in seinen gelben Ausweichtrikots angetreten, weil einer seiner Profis unter einer Rot-Grün-Sehschwäche leidet. Da die Gäste komplett in Grün aufliefen, hätte bei den roten Freiburger Heimtrikots möglicherweise Verwechslungsgefahr für den betroffenen Spieler bestanden. «Da haben wir gesagt, das müssen wir ändern», sagte SC-Trainer Christian Streich beim Pay-TV-Sender Sky. «Das Risiko wollten wir nicht eingehen.»

Hertha BSC hat im Abstiegskampf der Fussball-Bundesliga einen grossen Befreiungsschlag gelandet und die prekäre Lage von Trainer Peter Bosz bei Bayer Leverkusen verschärft. Deyovaisio Zeefuik (4. Minute), Matheus Cunha (26.) und Jhon Cordoba (33.) sorgten mit ihren Toren am Sonntag im Olympiastadion für einen unerwartet klaren 3:0 (3:0)-Erfolg der Berliner. Während die Mannschaft von Trainer Pal Dardai durch den Sieg aus der Abstiegszone gleich um drei Ränge auf den 14. Platz kletterte, ist bei Bayer die Zukunft des Niederländers Bosz nach der schon zehnten Pflichtspielniederlage in diesem Jahr ungewiss.

Die Werkself zeigte nach dem 1:2 gegen Arminia Bielefeld zum zweiten Mal nacheinander gegen ein Keller-Team dder Bundesliga einen sehr enttäuschenden Auftritt und verliert nach der höchsten Saisonniederlage als Sechster die als Ziel ausgegebenen Champions-League-Plätze immer mehr aus dem Blick.

Die Hertha dagegen gewann erstmals überhaupt in dieser Saison nach dem 2:1 gegen Augsburg zwei Heimspiele nacheinander. «Wir sind auf einem gutem Weg», lobte Dardai seine Mannschaft. «Von der Tabelle her war das ein wichtiger Sieg für uns.» Nach der Länderspielpause kann sein Team nun mit mehr Selbstvertrauen zum Berliner Derby am Ostersonntag beim 1. FC Union antreten. «Es wäre richtig schlimm gewesen, mit einer Niederlage in die Pause zu gehen», gab Dardai zu.


Mainz verlässt Abstiegsplatz

Der FSV Mainz 05 setzt seine Erfolgsserie in der Rückrunde fort und hat erstmals seit November die Abstiegsplätze der Bundesliga verlassen. Das Team von Trainer Bo Svensson gewann am Sonntag 2:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim und zog damit an den Rivalen 1. FC Köln und Arminia Bielefeld vorbei. Vor coronabedingt leeren Rängen schossen Robert Glatzel nach nur 28 Sekunden und Dominik Kohr (41. Minute) die Tore für die 05er. Mainz stand zuvor letztmals am achten Spieltag und auch davor nur ein einziges weiteres Mal in dieser Saison über dem Strich.

«Das klingt gut, aber kaufen können wir uns davon noch nichts. Das ist eine schöne Momentaufnahme», sagte Torschütze Glatzel bei DAZN über die Tabellensituation und warnte: «Wenn wir jetzt glauben, dass wir es geschafft haben, fliegt das gleich wieder nach hinten.» Svensson wollte sich das Prädikat «Erfolgstrainer» im ersten Interview noch nicht anheften: «Wir haben verdient gewonnen und ein gutes Spiel gemacht, das ist erstmal das Wichtigste.»

Hoffenheim und Torschütze Ihlas Bebou (39.) müssen nach der zweiten Liga-Niederlage nacheinander wohl endgültig die Europa-Ränge abhaken. «Wir haben den Kampf nicht angenommen, das hat Mainz getan. Wir waren einfach nicht da», sagte Bebou selbstkritisch. «Das Spiel heute muss man schnell abhaken, so geht es nicht.»

(dpa/hua/fss)

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