Aktualisiert 06.02.2008 14:52

Mais aus Ägypten vergiftet

Das Kantonale Laboratorium Zürich hat im letzten Jahr in Mais aus Ägypten viel zu viel Aflatoxin - Krebs erregendes Gift eines Schimmelpilzes - festgestellt. Der Importeur und der Müllereibetrieb aus dem Kanton Bern wurden verzeigt.

Der Berner Müllereibetrieb habe zuerst ein Vormuster des ägyptischen Maises untersucht und als einwandfrei taxiert, steht im Jahresbericht des Kantonalen Laboratoriums Bern. Er wurde am Mittwoch veröffentlicht.

Dann lieferte der Betrieb 54 Tonnen Mais nach Zürich zur Weiterverarbeitung. Als das Kantonslaboratorium Zürich eine Probe der ganzen Lieferung untersuchte, zeigte sich eine «massive Grenzwertüberschreitung».

Der Berner Kantonschemiker Otmar Deflorin hat anschliessend nicht nur den Importeur, sondern auch den Müllereibetrieb verzeigt. Der Richter solle entscheiden, wer schuld sei, sagte Deflorin am Mittwoch auf Anfrage.

Wäre der ägyptische Mais gegessen worden, hätte laut Deflorin für die Konsumentinnen und Konsumenten keine akute Gefährdung bestanden. Bei Krebs erregenden Stoffen sei die Gefahr eine langfristige.

Das bernische Laboratorium hat auch 51 Spielzeuge aus chinesischer Produktion auf Schwermetallrückstände untersucht. Bei sämtlichen Proben wurden die Grenzwerte eingehalten. Sie waren also nicht zu beanstanden.

(sda)

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