Humanitäre Hilfe: Mais für Nordkorea
Aktualisiert

Humanitäre HilfeMais für Nordkorea

Das völlig verarmte Nordkorea braucht dringend Hilfe; seine Bevölkerung ist am Verhungern: Nach der jüngsten vorsichtigen Annäherung zwischen beiden koreanischen Staaten will Südkorea jetzt nach langer Unterbrechung wieder Nahrungsmittel in das kommunistische Nordkorea liefern. Viel ist es allerdings nicht.

Das am Montag über den Rotkreuzverband gemachte Angebot an den kommunistischen Norden sieht 10 000 Tonnen Mais, 20 Tonnen Milchpulver und einige Arzneimittel vor.

Die Hilfe werde rein aus humanitären Gründen geleistet und zunächst seien keine weiteren Lieferungen geplant, teilte das Vereinigungsministerium mit.

Es wäre die erste staatliche Hilfslieferung dieser Art an den verarmten Norden seit dem Antritt einer konservativen Regierung in Seoul um Präsident Lee Myung Bak im Februar des vergangenen Jahres.

Südkorea hatte unter Lee die grosszügigen Hilfen für die hungernde Bevölkerung in Nordkorea eingestellt. Im Vergleich zu seinem liberalen Vorgänger schlug Lee eine härtere Gangart gegenüber dem Regime in Pjöngjang ein, das mit der internationalen Gemeinschaft im Streit um seine Atomwaffen- und Raketenprogramme liegt.

Südkorea hatte früher zu den grössten Geberländern für Nordkorea gehört. Die jährlichen Hilfslieferungen beliefen sich auf Hunderttausende Tonnen von Reis und Düngemitteln.

Nach monatelangen heftigen Spannungen war Nordkorea im August wieder auf Südkorea zugegangen. Unter anderem stimmte es wieder Treffen von getrennten koreanischen Familien und einer Lockerung der Beschränkungen für den grenzüberschreitenden Verkehr zu. (sda)

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