10.09.2020 19:28

Neu im KinoMaisie Williams kontert Kritik an Marvel-Horrorfilm

Das gruslige «X-Men»-Spin-off kommt mit zwei Jahren Verspätung ins Kino, eine algerische Schülerin findet in der Mode eine Form des Protests – und weitere Filme, die neu im Kino laufen.

von
Alisa Fäh

Trailer zu «The New Mutants».

Disney

Darum gehts

  • Wir stellen dir jede Woche die besten neuen Kinostarts vor.
  • Ein neuer Marvel-Horrorstreifen dreht sich um Jugendliche mit besonderen Kräften.
  • Die algerische Regisseurin Mounia Meddour zeigt in ihrem Debüt-Spielfilm Freundinnen, die sich selbst ermächtigen.
  • In einem britischen Drama will eine Tochter den Lebenstraum ihrer verstorbenen Mutter erfüllen.
  • Charles Dickens’ Geschichte um David Copperfield gibts frisch verfilmt.

«The New Mutants»

Es sei der «schlechteste ‹X-Men›-Film aller Zeiten», schreibt ein Filmkritiker bei «Forbes». Die Rede ist vom neusten Marvel-Streifen: ein Spin-off der «X-Men»-Reihe, das sich um die nächste Generation von Superheldinnen und -helden dreht.

Maisie Williams, die in «The New Mutants» eine der Hauptrollen spielt, nimmts mit Humor. Sie postet die Filmkritik auf Twitter und schreibt dazu: «Sieht nach einem Must-see aus! Holt euch jetzt eure Tickets.»

Überleben mit Superkräften

Darum gehts: Eine Gruppe von Jugendlichen wird in einem abgelegenen Labor festgehalten. Es hiess, sie würden hier lernen, mit ihren besonderen Fähigkeiten umzugehen – in Wahrheit werden Wolfsbane (Maisie Williams), Magik (Anya Taylor-Joy), Sunspot (Henry Zaga), Cannonball (Charlie Heaton) und Mirage (Blu Hunt) dort allerdings lebensgefährlichen Experimenten ausgesetzt.

Der Film hat einen langen Weg hinter sich: Das 2015 eingereichte Drehbuch musste mehrmals überarbeitet werden, bis die Dreharbeiten 2017 beginnen konnten.

Der Start verzögerte sich

2018 sollte der Film veröffentlicht werden, es wurden jedoch Nachdrehs geplant, zu denen es nie kam, weil der Film ungünstig in den Aufkauf von 20th Century Fox durch Disney fiel, schlussendlich zögerten die Corona-Umstände die Veröffentlichung weiter hinaus.

Ende August verkündete Williams bei Twitter: «Der Film kommt in zehn Tagen raus – dieses Mal wirklich!»

«Papicha»

Das Spielfilmdebüt der algerischen Regisseurin Mounia Meddour begleitet die 18-jährige Nedjma (Lyna Khoudry) in Zeiten des algerischen Bürgerkriegs der Neunzigerjahre.

Die Schülerin träumt von einem selbstbestimmten Leben und findet im Modedesign eine Form des Protests. Sie stellt eine Modenschau auf die Beine – was den radikal-islamistischen Gruppierungen im Land missfällt.

Kleider als Widerstand

Meddour liess ihre eigenen Erfahrungen in «Papicha» einfliessen, wie sie in einem Pressestatement erklärt: «Ich wollte die Geschichte einer jungen Frau erzählen, die uns
durch ihren Widerstand auf eine Reise voller Fallstricke mitnimmt und uns mehrere Facetten der algerischen Gesellschaft entdecken lässt.»

Nedjmas Leidenschaft für die Mode erhalte dabei eine symbolische Dimension – was die Islamisten damals wollten, war laut Meddour, Frauenkörper zu verstecken: «Für mich ist Mode, die den Körper enthüllt und verschönert, eine Art des Widerstands dagegen.»

Der Trailer zu «Papicha».

Cineworx

«Love Sarah»

Eine eigene Bäckerei im Londoner Quartier Notting Hill eröffnen – das war der grosse Traum der Konditorin Sarah (Candice Brown). Als sie bei einem Velounfall stirbt, fasst ihre 19-jährige Tochter Clarissa (Shannon Tarbet) einen Entschluss.

Sie will den Wunsch ihrer Mutter in die Tat umsetzen. Dazu spannt sie mit Oma Mimi (Celia Imrie) und Isabella (Shelley Conn), der besten Freundin ihrer Mutter, zusammen.

Der Trailer zu «Love Sarah».

Praesens

«The Personal History of David Copperfield»

Charles Dickens’ Romanfigur David Copperfield kommt ins Kino: David (Dev Patel) erlebt um 1840 keine leichte Kindheit. Sein Vater ist verstorben, der neue Ehemann seiner Mutter schlägt ihn und schickt ihn eines Tages fort.

Auf sich allein gestellt, lernt David in London Menschen kennen, die ihn inspirieren, und er entdeckt seinen Berufswunsch: Er will Geschichten erzählen und Schriftsteller werden.

Der Trailer zu «The Personal History of David Copperfield».

Ascot Elite

Woche 36

Schweizer Kino-Top-5

John David Washington als Protagonist in «Tenet».

John David Washington als Protagonist in «Tenet».

Warner Bros.

1. «Tenet»

2. «After We Collided»

3. «The Secret: Dare to Dream»

4. «Scoob!»

5. «Zwischenwelten»

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