Thailand: Majestätsbeleidiger stellt Gnadengesuch
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ThailandMajestätsbeleidiger stellt Gnadengesuch

Die Familie eines in Thailand wegen Majestätsbeleidigung zu drei Jahren Haft verurteilten australischen Authors hat bei König Bhumibol Adulyadej um Gnade gebeten. Harry Nicolaides wurde vom Gericht vorgeworfen, er habe die Ehre des Königshauses verletzt.

Nicolaides' Mutter sagte der Nachrichtenagentur AP, noch gebe es keine Hinweise, ob dem Gnadengesuch stattgegeben werde. «Sie sagen nichts. Ich bin krank vor Sorge», sagte Despina Nicolaides.

Nicolaides war am 31. August 2008 am Flughafen in Bangkok festgenommen worden, ohne zuvor über die Vorwürfe gegen ihn in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Die Vereinigung Reporter ohne Grenzen forderte von den thailändischen Behörden, die Strafe gegen Nicolaides sofort fallen zu lassen.

König Bhumibol hat in Thailand faktisch keine offizielle politische Rolle mehr, er wird von vielen seiner Untertanen aber sehr verehrt und als einigende Kraft in Zeiten der Krise betrachtet. In Thailand gibt es derzeit eine Serie von Anklagen wegen Majestätsbeleidigung, für die bis zu 15 Jahre Haft verhängt werden können. Die Behörden haben zudem mehrere Internetseiten gesperrt, die aus ihrer Sicht kritisch über die Monarchie berichten.

(dapd)

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