Komiker crashen Beerdigung: Makabrer Schabernack mit Amys Tod

Aktualisiert

Komiker crashen BeerdigungMakabrer Schabernack mit Amys Tod

Zwei brasilianische Comedians schlichen sich für ihre TV-Show auf Amy Winehouses Beerdigung – und hielten die Welt zum Narren. Auch ein Wettbewerb zog den Tod der Sängerin ins Lächerliche.

von
bbe

Unter Tränen nahmen Freunde und Familie auf dem Edgwarebury Friedhof im Norden Londons Abschied von Amy Winehouse. Die Trauergäste lagen sich in den Armen, spendeten sich gegenseitig Trost. Den Fotografen fielen auch zwei Männer ins Auge, die sich in inniger Umarmung trösteten. Das Bild ging um die Welt. CNN erkannte in den beiden zwei Assistenten der verstorbenen Sängerin und RTL zeigte ein Interview mit einem der beiden Trauergäste.

Geschmackloser Scherz

Daniel Zukerman musste sich konzentrieren, seine Gefühle zurück zu halten – oder das Lachen. Denn Zukerman ist Komiker und hat sich laut «welt.de» für seine brasilianische Comedy-Show «Pânico na TV» (Panik im Fernsehen) zusammen mit seinem Produzenten André Machado auf die Beerdigung «im engsten Familienkreis» geschlichen. Für die Rubrik «O Impostor» (Der Schwindler) schleicht sich Zukerman auf private Grossveranstaltungen. Er hatte sein Glück auch schon bei der Oscar-Verleihung versucht. Da hats nicht geklappt. Bei Amy Winehouses Trauerfeier schon – und die Bilder der gespielten Trauer gingen um die Welt. In einer Online-Umfrage der Zeitung «Folha de São Paulo» befanden 79 Prozent der Leser den Witz für «geschmacklos».

Ipod für Todes-Prognose

Geschmacklos ist auch eine weitere Aktion um Amy Winehouses Ableben: Eine Frau gewann einen Ipod, weil sie den Tod der Sängerin präzise vorausgesagt hatte. 2007 war auf einer Homepage ein bizarrer Wettbewerb lanciert worden: ein Tipp-Spiel für Amys Todestag. 96 026 Menschen gaben eine Prognose ab. Vier User tippten auf den 23. Juli 2011 – Amys wirklichen Todestag. Zu gewinnen gab es den Titel «Mrs. Death» oder «Mister Death» und das MP3-Gerät. Die Gewinnerin loggte sich am 21. Dezember 2007 ein und soll nun per E-Mail über ihren Gewinn informiert werden.

«Das ist krank», sagt Popkultur-Professor Robert Thompson gegenüber dem Online-Portal «E! Online». Doch komischerweise spreche man über berühmte Menschen ganz anders als über Freunde und Kollegen. Und auch nach ihrem Tod bleiben manche Freiwild für makabre Spässe.

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