Aktualisiert 28.07.2004 09:30

Malaria-Mittel weckt Aggressionen

Die im Irak eingesetzten US-Soldaten haben ein Malaria-Medikament bekommen, das nach Ansicht eines Gesundheitsexperten aggressiv macht.

Steve Robinson vom amerikanischen Golfkriegs-Forschungsinstitut sagte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag, er sei vom Verteidiger eines einer Gewalttat beschuldigten Soldaten um eine Stellungnahme zu dem Mittel namens Lariam gebeten worden. Der Soldat wird beschuldigt, zusammen mit zwei Kameraden zwei Iraker in einen Fluss geschubst und dadurch den Tod eines der beiden Zivilisten verursacht zu haben.

Zwar sei das Mittel kein Grund, andere Menschen von einer Brücke zu stossen, sagte Robinson. «Aber ein Zusammenhang zwischen Wut-Problemen und der Einnahme des Medikaments scheint ziemlich plausibel.» In einem früheren Disziplinarverfahren war der Vorwurf der Feigheit gegen einen Verhörspezialisten fallen gelassen worden, weil dieser von psychischen und physischen Problemen nach der Einnahme von Lariam berichtet hatte. Die Streitkräfte haben die Verabreichung des Mittels inzwischen eingestellt. (dapd)

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