Malawischer Student soll Madonna überprüfen

Aktualisiert

Malawischer Student soll Madonna überprüfen

Wegen chronischer finanzieller Schwierigkeiten haben die Behörden Malawis eine Untersuchung der häuslichen Verhältnisse von Popstar Madonna im Zusammenhang mit der Adoption des kleinen David Banda verschoben.

«Es gibt derzeit kein Geld für die Überprüfung, aber sobald die Regierung wieder welches hat, werden wir es machen», sagte der für Adoptionen zuständige Ministeriumsmitarbeiter Penston Kilembe am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Bevor die Adoption Davids endgültig genehmigt werden könne, müsse Madonna von den malawischen Behörden zwei Mal zu Hause in London besucht werden. Der erste Besuch sei eigentlich im vergangenen Monat geplant gewesen, der letzte im kommenden April.

Der kleine David lebt seit Oktober vergangenen Jahres bei der 49- Jährigen und ihrem Ehemann Guy Ritchie, seit ihnen ein malawisches Gericht für 18 Monate das vorläufige Sorgerecht übertrug.

Kilembe, der zum gesetzlichen Vertreter des Kleinkinds ernannt wurde, wollte nach eigenen Angaben persönlich nach London reisen, um die prominenten Adoptiveltern zu besuchen.

Die ihm vorgesetzte Ministerin Kate Kainja sagte jedoch, um Geld zu sparen solle ein in London lebender malawischer Student die Besuche machen. Sie lehnte es auch ab, dass Madonna die Kosten für Kilembes Reise übernehme. Sie solle das Geld für David ausgeben - und nicht für malawische Beamte.

(sda)

Deine Meinung