Aktualisiert 17.12.2004 11:30

Malaysia groundet PC-7-Flotte

Die malaysische Luftwaffe hat ein vorläufiges Flugverbot für ihre Trainingsflugzeuge vom Typ Pilatus PC-7 angeordnet.

Sie reagierte damit auf den Absturz eines PC-7, bei dem beide Piloten ums Leben kamen. Die Pilatuswerke in Stans sind über den Unfall informiert.

Luftwaffenchef Nik Ismail Nik Mohamed ordnete laut malaysischen Medienberichten vom Freitag an, dass die PC-7-Flotte vorläufig gegroundet wird. Eine Untersuchung soll zeigen, ob es technische Gründe für den Absturz gab. Er ereignete sich am Donnerstag kurz nach dem Start von einer Luftwaffenbasis im Norden des Landes. Nik Ismail stellte eine Entscheidung über die Wiederaufnahme der PC-7-Trainingsflüge innerhalb einer Woche in Aussicht.

Der Chef der Pilatus Flugzeugwerke in Stans, Oscar Schwenk, bestätigte am Freitag auf Anfrage der AP, dass er von dem Unfall Kenntnis habe. Ein vorläufiges Grounding der Flotte sei in solchen Fällen eine übliche Massnahme. Man habe der malaysischen Luftwaffe technische Unterstützung bei der Untersuchung der Unglücksursache zugesagt, sagte Schwenk weiter.

Die malaysische Luftwaffe hatte in den 80-er Jahren 45 PC-7 angeschafft. Seit 1991 kam es mit den Trainingsflugzeugen zu zehn Unfällen, bei denen neun Piloten ums Leben kamen. (dapd)

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