Punk-Rocker: Malcolm McLaren in der Schweiz gestorben
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Punk-RockerMalcolm McLaren in der Schweiz gestorben

Malcolm McLaren, der ehemalige Manager der legendären Band Sex Pistols und eine der prägenden Figuren der Punk-Ära, ist im Alter von 64 Jahren gestorben.

Wie sein Sohn Joe Corre mitteilte, erlag sein Vater am Donnerstag in der Schweiz einem Krebsleiden. «Er war der ursprüngliche Punk-Rocker und hat die Welt revolutioniert», sagte Corre der Nachrichtenagentur AP am Abend in einem Telefongespräch. Der Musikjournalist Jon Savage sagte in einer Würdigung, ohne McLaren hätte es keinen britischen Punk-Rock gegeben. Er gehöre zu den wenigen Persönlichkeiten, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Grossbritannien stark beeinflusst hätten, sagte Savage weiter.

Schlagzeilen machte McLaren zunächst mit seiner früheren Lebensgefährtin Vivienne Westwood. Gemeinsam eröffneten die beiden 1971 in der Londoner King's Road die legendäre Boutique «Let It Rock». Westwood wurde damals an der Seite von McLaren als Punk-Designerin weltberühmt. Sie kümmerte sich um die Bühnenoutfits der Sex Pistols. Das Paar trennte sich 1983.

Die vier Musiker der Sex Pistols trafen sich in McLarens Boutique, der Manager gab der Band ihren Namen und wählte John Lydon alias Johnny Rotten als Frontmann aus. McLaren verschaffte dem Quartett einen Plattenvertrag bei EMI, die erste Single «Anarchy in the UK» erschien 1976. Nach der Veröffentlichung ihres einzigen Albums «Never Mind the Bollocks» 1977, das mit Songs wie «No Future», «God Save The Queen» und «Pretty Vacant» als eine der einflussreichsten Platten der Rockgeschichte gilt, löste sich die Band im Streit auf. Bassist Sid Vicious starb 1979 an einer Überdosis Heroin. Von 1996 bis 2003 fanden sich die Sex Pistols wieder zusammen. (dapd)

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