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Ruhe und ErholungMallorcas unbekannte Strandschönheiten

Insel-Kenner Stefan Loiperdinger weiss, wo man auch während der Hauptsaison Ruhe auf der Insel findet und verrät im Interview ein paar weitere Geheimtipps.

von
sei
17.8.2015
Playa Formentor, Port de Pollença: Knapp einen Kilometer lang und einer der schönsten Strände der Insel an der westlichen Seite der Bucht von Pollença. Der piniengesäumte weisse Sandstrand hat durchaus Südseeromantik, nicht zuletzt wegen der üppig begrünten Bucht. Diverse Wassersportangebote locken auch Tagesausflügler mit der Fähre aus Port de Pollença an. Strandbar, Toiletten, Duschen, Liegen, Parkplatz am Strand. Anfahrt: Von Port de Pollença Richtung Cap Formentor über die Berge und ein paar Serpentinenkurven, vor dem Hotel rechts zum Strand abbiegen. Der Weg lohnt sich!

Playa Formentor, Port de Pollença: Knapp einen Kilometer lang und einer der schönsten Strände der Insel an der westlichen Seite der Bucht von Pollença. Der piniengesäumte weisse Sandstrand hat durchaus Südseeromantik, nicht zuletzt wegen der üppig begrünten Bucht. Diverse Wassersportangebote locken auch Tagesausflügler mit der Fähre aus Port de Pollença an. Strandbar, Toiletten, Duschen, Liegen, Parkplatz am Strand. Anfahrt: Von Port de Pollença Richtung Cap Formentor über die Berge und ein paar Serpentinenkurven, vor dem Hotel rechts zum Strand abbiegen. Der Weg lohnt sich!

zvg
Cala Mitjana, s'Horta:  Ein Strand für Romantiker und Verliebte. Die tief ins Land gezogene - in einen Pinienwald eingebettete Bucht - bietet feinsten Strand. Auch bei Wind ruhiges Wasser und viel Ruhe, denn der halbstündige Fussweg schreckt viele ab. Kein Service! Anfahrt: Auf der Hauptstrasse in s'Horta beim Schild Cala Sa Nau rechts abbiegen, nach 1,3 km beim nächsten Schild links, nach knapp 2 km an einer Weggabelung das Auto abstellen und dann knapp 100 m den Weg Camí Mitjana zum Strand.

Cala Mitjana, s'Horta: Ein Strand für Romantiker und Verliebte. Die tief ins Land gezogene - in einen Pinienwald eingebettete Bucht - bietet feinsten Strand. Auch bei Wind ruhiges Wasser und viel Ruhe, denn der halbstündige Fussweg schreckt viele ab. Kein Service! Anfahrt: Auf der Hauptstrasse in s'Horta beim Schild Cala Sa Nau rechts abbiegen, nach 1,3 km beim nächsten Schild links, nach knapp 2 km an einer Weggabelung das Auto abstellen und dann knapp 100 m den Weg Camí Mitjana zum Strand.

zvg
Cala Llamp, Port d'Andratx: Die von Villen gesäumte Felsbucht besticht durch klares, türkisblaues Wasser und wird vor allem an Wochenenden gern von Einheimischen genutzt. Gut geschützt bei Wind von Nord und Süd. Im Beachclub kann man sich Liegen leihen, Drinks bringen lassen, den Meerwasserpool benutzen und gut frühstücken, lunchen oder dinieren - letzteres mit romantischem Abendrot. Anfahrt: Vom Dorf Andratx nach Port d'Andratx und gleich am ersten Kreisverkehr vor dem Ortseingang die dritte Ausfahrt zur Cala Llamp. Kein Sandstrand!

Cala Llamp, Port d'Andratx: Die von Villen gesäumte Felsbucht besticht durch klares, türkisblaues Wasser und wird vor allem an Wochenenden gern von Einheimischen genutzt. Gut geschützt bei Wind von Nord und Süd. Im Beachclub kann man sich Liegen leihen, Drinks bringen lassen, den Meerwasserpool benutzen und gut frühstücken, lunchen oder dinieren - letzteres mit romantischem Abendrot. Anfahrt: Vom Dorf Andratx nach Port d'Andratx und gleich am ersten Kreisverkehr vor dem Ortseingang die dritte Ausfahrt zur Cala Llamp. Kein Sandstrand!

zvg

Herr Loiperdinger, was macht Mallorca besonders?

Die Vielseitigkeit. Hier findet wirklich jeder, was er sucht. Segler, Wanderer, Biker, Golfer oder Partygänger. Und das Gute daran: Keiner stört den anderen. Die Partytouristen bleiben am Ballermann und laufen kaum einem Wanderer im Tramuntana-Gebirge über den Weg.

Weshalb haben Sie sich für ein Leben auf der Baleareninsel entschieden?

Weil ich hier unglaubliche Lebensfreude empfinde. Die Menschen hier sind relaxter, die Freizeitmöglichkeiten vielseitiger und die gesamte Infrastruktur funktioniert. Ein Maximum an Lebensqualität.

Wie lange leben Sie schon auf der Insel?

Seit 13 Jahren. Und seitdem hat sich einiges getan. Besonders im gastronomischen Bereich. Jedes Jahr gibt es neue Lokale, und zwar in einer Qualität und mit einer Kreativität,

die man woanders lange suchen muss. Ich glaube, hier sind die Leute einfach etwas risikobereiter. Probieren einfach mal was Neues. So wie zum Beispiel das Buscando el norte in Palma, erst im Januar eröffnet und jeden Abend ausgebucht. Eines meiner Lieblingslokale.

Was halten Sie von Ballermann-Touristen?

Die stören mich überhaupt nicht. Ich gehe ja nicht dorthin und so treffe ich die auch nicht. Schade ist nur, dass manche Medien nur über Komasaufen am Ballermann und in Magaluf berichten.

Mallorca hat so viel mehr zu bieten, das sind nicht mal fünf Prozent des Tourismus.

Versuchen Sie mit ihrem Magazin, den Ruf der Insel zu verbessern?

Im Endeffekt ja. Eigentlich wollte ich nur all die Überraschungen und Besonderheiten der Insel vermitteln. Weil mir auffiel, dass auch langjährige Inselkenner von der Insel kaum etwas wissen. Die meisten gehen seit Jahren immer an dieselben Plätze, in dieselben Lokale und an dieselben Strände. Dabei gibt es so viel zu entdecken. Man muss einfach nur losmarschieren und die Augen offen halten. Mir macht es unglaublichen Spass, immer wieder Neues zu entdecken. Und letztlich trage ich dadurch auch zu einem besseren Ruf der Insel bei.

Haben Sie bei Ihren Recherchen selbst Überraschungen erlebt?

Permanent. Konkret zum Beispiel die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo und Arta. Zwölf Jahre habe ich sie gemieden, weil ich aufgrund der Plakatwerbung in Palma immer dachte, das wäre nur etwas für Touristenmassen. Ich war im November dort und war der einzige Besucher. Eine Privatführung sozusagen.

Trifft man Sie jemals an einem der Massenstrände an?

Natürlich. Aber nur im Winter. Keine Menschen und 17 Grad Wassertemperatur. Wunderbar!

Welcher Strand ist ihr liebster?

Cala Tuent an der Westküste. Da sind auch im August nur wenig Leute. Drumherum grüne Bäume und eine grandiose Bergkulisse. Glasklares, türkisblaues Wasser! Aber man muss von Sóller knapp eine Stunde Gebirgsstrasse und dann endlose Serpentinen fahren. Das ist vielen zu mühsam. Dabei ist der Strand ein Traum.

Wo gibt es das beste Essen?

In der Casa Maruka in Palma. Gehobene mallorquinische Küche vom Feinsten. Oder im Sa Foradada an der Westküste. Das urigste Lokal Mallorcas. Wie eine Urwaldlodge über dem Meer an den Felsen geklebt. Mit einer ein Meter grossen Paellapfanne. Ist aber nur zu Fuss oder per Boot erreichbar.

Ihr absoluter Lieblingsplatz?

Morgens die Bar Central in Port d'Andratx, wenn die ersten Strahlen der Morgensonne über die Berggipfel streichen und die Boote im Hafen mit der Morgenbrise schaukeln.

Sehen Sie in der Bildstrecke sieben Strände auf Mallorca, die selbst während der Hauptsaison nicht überlaufen sind.

Im Magazin «Mallorcas schöne Seiten» hat Stefan Loiperdinger Geheimtipps aus ganz Mallorca zusammengetragen. Neben 100 Restaurants und Beachclubs finden sich in dem 248 Seiten starken Werk auch aussergewöhnliche Ausflugsmöglichkeiten und die einsamsten Strände der Insel. Für 14,80 Euro im Zeitschriftenhandel an vielen Flughäfen oder unter

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