«Mamma Mia!»: «Mamma Mia!»: Zu hoch für James Bond
Aktualisiert

«Mamma Mia!»«Mamma Mia!»: Zu hoch für James Bond

Dass Pierce Brosnan einst James Bond war, gerät ob Daniel Craigs brillanter Darstellung zunehmend in Vergessenheit.

von
Philippe Zweifel

Das letzte Quäntchen Bondness in Brosnan wurde nun mit «Mamma Mia!» eliminiert – denn im Abba-Musical sieht man den Schauspieler mit gequältem Gesichtsausdruck Lieder singen, die meist eine Note zu hoch für ihn sind.

Doch Hohn ist unangebracht. Immerhin handelt es sich bei «Mamma Mia!» um den erfolgreichsten Film des Deutschschweizer Kinojahrs 2008. Und zum Glück singen nicht alle fürs Musical verpflichteten Stars so mies wie Brosnan.

Die von Meryl Streep und der restlichen Besetzung überzeugend interpretierten Hits von Abba sind denn auch das beste Kaufargument für die DVD. Zumal die dünne Story des Musicals bestenfalls als Stichwort­geber für die zahlreichen Hymnen dient: Eine gewisse Sophie wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrem leiblichen Vater zum Altar geführt zu werden. Bloss weiss sie nicht, wer ihr Vater ist, denn ihre Mutter Donna hat dieses Geheimnis nie gelüftet. Auf einer griechischen Ferieninsel kommt es zum Familien- und Liebes-Showdown.

Das alles ist irgendwie peinlich – aber es macht halt auch eine Menge Spass. So wie Abba eben.

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