Mammut mit Haut und Haaren gefunden
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Mammut mit Haut und Haaren gefunden

Aus der eisigen sibirischen Erde haben französische und russische Forscher ein mehr als 18 000 Jahre altes Mammut mit Haut und Haaren geborgen.

Wie die begeisterten Forscher am Mittwoch im Pariser Mationalmuseum für Naturgeschichte berichteten, ist der männliche Ur-Elefant «Yukagir» sensationell gut erhalten.

So förderten die noch nicht abgeschlossenen Ausgrabungen unter anderem den Kopf, einen Fuss, Knochen mit Mark sowie den Magen des gewaltigen Säugetieres zu Tage, das etwa 40 Jahre alt wurde und vor 18 560 Jahren starb.

«Weder in der Literatur noch in den Museen habe ich je ein so gut erhaltenes Fossil gesehen», sagte Expeditionsleiter Bernard Buigues, «auch wenn der Rüssel leider fehlt».

Nicht erst seit dem Erfolg des Dinosaurier-Epos «Jurassic Park» fragen sich Forscher, ob nicht eines Tages ein Mammut geklont werden könnte oder etwa eine Elefantenkuh mit Mammut-Sperma befruchtet werden und dann ein Mammut zur Welt bringen könnte.

Der französische Paläontologe Yves Coppens betonte mit Blick auf den Fund des Mammut-Knochenmarks, es sei nicht auszuschliessen, dass eines Tages einer der Dickhäuter lebend neu erstehen könne.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft erscheine dies unmöglich, zumal die DNS mit den Erbgut-Informationen sehr empfindlich sei und selbst bei ausgezeichnetem Erhaltungszustand leicht zerstört werden könne.

«Ich verstehe aber nicht, dass ein Wissenschaftler nicht die Kühnheit besitzt, dies zu denken», sagte Coppens der Zeitschrift «Science et vie» vom April.

(sda)

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