Wängi TG – «Man darf die Schlange nur leicht in Position rücken»
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Wängi TG«Man darf die Schlange nur leicht in Position rücken»

Im Bimar Fotostudio in Wängi TG werden Shootings mit ausgewachsenen Schlangen angeboten. Wagemutige können sich mit einer Boa constrictor oder einer Königspython vor die Linse stellen.

von
Pascal Eicher
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Im Bimar Fotostudio in Wängi TG werden Fototermine mit Schlangen angeboten, zum Beispiel mit der Boa constrictor Hera.

Im Bimar Fotostudio in Wängi TG werden Fototermine mit Schlangen angeboten, zum Beispiel mit der Boa constrictor Hera.

Bimar Fotostudio/Markus Steffen
Aber auch mit der Königspython Gaia sind Fotos möglich.

Aber auch mit der Königspython Gaia sind Fotos möglich.

Bimar Fotostudio/Markus Steffen
Hier ist die Boa constrictor Zeus zu sehen.

Hier ist die Boa constrictor Zeus zu sehen.

Bimar Fotostudio/Markus Steffen

Darum gehts

  • Im Fotostudio Bimar in Wängi TG werden Shootings mit Schlangen angeboten.

  • Die Shootings erfolgen auf eigene Gefahr, die Schlangen lassen sich aber ohne weiteres entfernen.

  • Bisher gab es keine Zwischenfälle.

In Wängi TG können Fotos geschossen werden, die eine ordentliche Portion Mut verlangen: Das Bimar Fotostudio bietet Fotoshootings mit Schlangen an. Jeweils dienstags, donnerstags, samstags oder nach Vereinbarung kann man sich mit einer Boa constrictor oder einer Königspython ablichten lassen. «Als ich im Internet Bilder von Menschen mit Schlangen sah, wollte ich das auch machen», sagt Studioinhaber Markus Steffen auf Anfrage von 20 Minuten.

Bislang sei die Nachfrage nach den Shootings nicht sehr gross gewesen, da er noch auf die Bewilligung des Veterinäramts Kanton Thurgau gewartet habe, sagt Steffen weiter. Diese ist aber mittlerweile eingetroffen. Zur Haltung seiner zwei Boa constrictors Zeus und Hera sowie seiner Königspythons Isis und Gaia, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. «Es braucht genügend grosse Terrarien, insbesondere für die Boas, die rund zwei Meter lang sind. Auch Wärmelampen kommen zum Einsatz, um eine Temperatur von circa 27 Grad Celsius zu erreichen», sagt Steffen.

Shooting auf eigenes Risiko

Um einen Ablauf des Shootings ohne Zwischenfälle zu gewährleisten, gilt es einige Vorschriften zu beachten. «Man darf die Schlange nur leicht in Position rücken. Ausserdem müssen schnelle Bewegungen vermieden werden», sagt Steffen. Zudem müsse man sich die Hände waschen und desinfizieren, bevor man die Schlange anfasst.

Einen ernsthaften Vorfall habe es bislang nicht gegeben, sagt Steffen weiter. «Die Schlangen sind in Gefangenschaft aufgewachsen und an Menschenkontakte gewöhnt», so der Fotograf. Er weist aber auch darauf hin, dass es sich trotzdem um Wildtiere handelt. Das Fotoshooting findet deshalb auf eigenes Risiko statt.

Im Notfall sei es aber kein Problem, die Schlange von Hand zu entfernen, sagt Steffen weiter. Diese Einschätzung teilt auch Pascal Marty, Kurator Kommunikation des Zoos Zürich. «Wenn es sich um eine ruhige, an Menschen gewöhnte Boa constrictor oder Königspython handelt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie aggressiv wird, da Menschen nicht zu ihrem Beuteschema zählen», sagt er. Und weiter: «Eine Königspython hat nicht die Kraft, einen Menschen zu erwürgen. Die Boa constrictor ist ungleich kräftiger, aber auch sie wird einen Menschen nicht ohne Grund angreifen. Trotzdem wird man die kräftige Muskulatur des Tieres merken, wenn sie sich an einer Person festhält», sagt Marty.

Obwohl die Shootings noch keine grosse Nachfrage generiert haben, hat Markus Steffen bereits aufgestockt: Zusätzlich zu den vier ausgewachsenen Schlangen besitzt er sieben junge Boa constrictors.

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