Aktualisiert 03.03.2019 22:05

Jonas Omlin«Man hätte gut Penalty geben können»

Nach dem Studium der TV-Bilder revidierte FCB-Torhüter Jonas Omlin seine Meinung.

von
E. Tedesco, Basel

Das sagt FCB-Goalie Jonas Omlin zur viel diskutierten Szene im Spiel gegen den FC Thun. (Video: 20 Minuten)

In der letzten Saison hatte Lukas Fähndrich keinen einzigen Penalty gepfiffen. Auch in der aktuellen Meisterschaft zeigte der Unparteiische bislang nur einmal auf den Punkt. Gestern hätte er es zwingend ein weiteres Mal tun müssen: In der vierten Minute streckte Jonas Omlin Thuns Kevin Bigler mit den Fäusten von hinten nieder. Doch die Pfeife blieb stumm, der FCB-Goalie kam ungeschoren davon. Bigler brummte der Kopf, und er musste in der 25. Minute vom Platz.

«Im Spiel habe ich die Szene als nicht so tragisch angeschaut. Nachdem ich jetzt die TV-Bilder gesehen habe, muss ich sagen: Ich bin nicht am Ball, da hätte man gut Penalty geben können», gesteht Omlin nach dem 3:1 gegen Thun. Der FCB-Goalie kam ungeschoren davon, weil er aber eine Verletzung seines Gegners in Kauf nahm, könnte sich die Disziplinarkommission der Liga nachträglich einschalten.

Nachdem der FCB in dieser Saison noch kein Spiel gegen die aufmüpfigen Berner Oberländer gewinnen konnte, wollten die Basler den Gästen von der ersten Sekunde an den Schneid abkaufen. Das ist Omlin mit seiner Box-Einlage offensichtlich gelungen. «Gerade Zuhause muss man ein Zeichen setzen und dem Gegner zeigen, dass es für ihn hier nichts zu holen gibt. Das haben wir von Anfang an gemacht», so der Schlussmann weiter.

«Es gibt keine zwei Meinungen»

Das sagen die Trainer Marc Schneider und Marcel Koller nach dem Spiel zwischen Basel und dem FC Thun. (Video: 20 Minuten)

Das sagen die Trainer Marc Schneider und Marcel Koller zum Spiel. (Video: 20 Minuten)

«Es hätte Penalty geben müssen. Da gibt es keine zwei Meinungen», sagte Thun-Trainer Marc Schneider. Bei einer Führung seines Teams wäre es einfacher geworden, weil auch der FCB mehr hätte machen müssen. «Zudem hat uns der Verlust von Bigler wehgetan. Aber lamentieren bringt uns nichts», so der Thun-Trainer.

Während die Thuner zum ersten Mal im Jahr 2019 eine Partie verlieren, kommt der FCB nach einem schwierigen Herbst immer besser in Fahrt. Den 19-Punkte-Rückstand auf Leader YB konnte der FCB nach der Winterpause zwar nicht verringern, dafür aber den zweiten Tabellenplatz festigen. Nach dem Sieg gegen Verfolger Thun weist der FCB nun sieben Zähler Vorsprung auf Thun aus.

Ausserdem ist der FCB nunmehr acht Spiele in Folge ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 10. Oktober 2018: Ein 2:4 in - Thun. Eine solche Serie gab es unter Marcel Koller noch nie. Grund genug für FCB-Trainer Marcel Koller, seiner Mannschaft zwei freie Tage zu gönnen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.