Flawil SG - «Man hat gesehen, dass sie ihre Hunde nicht im Griff hat»
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Flawil SG «Man hat gesehen, dass sie ihre Hunde nicht im Griff hat»

In Flawil SG ist es zu einem Hundeangriff durch zwei Pitbulls gekommen. Ein Beagle und dessen Besitzer wurden dabei leicht verletzt. Die Halterin der Pitbulls soll ihre Hunde abgeben müssen.

von
Pascal Eicher
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Letzten Dienstag wurde in Flawil SG der Beagle von György Budavári von zwei Pitbulls angegriffen.

Letzten Dienstag wurde in Flawil SG der Beagle von György Budavári von zwei Pitbulls angegriffen.

Facebook/György Bálint Budavári
Der Beagle erlitt dabei eine Bisswunde, die ärztlich versorgt werden musste.

Der Beagle erlitt dabei eine Bisswunde, die ärztlich versorgt werden musste.

Facebook/György Bálint Budavári
Der Besitzer, ein zweifacher Familienvater, stürzte beim Angriff und verletzte sich am Rücken und Hinterkopf.

Der Besitzer, ein zweifacher Familienvater, stürzte beim Angriff und verletzte sich am Rücken und Hinterkopf.

Facebook/György Bálint Budavári

Darum gehts

  • Letzten Dienstag attackierten zwei Pitbulls einen Mann und seinen Beagle in Flawil SG.

  • Sowohl der Mann als auch der Beagle wurden leicht verletzt.

  • Der 33-jährige Mann wird gemäss eigener Aussage am Montag Anzeige gegen die Hundehalterin erstatten.

  • Diese soll nun ihre Hunde abgeben müssen.

Es war ein grosser Schock für György Budavári, als er am 31. August mit seinen zwei kleinen Söhnen und seinem Beagle in Flawil SG spazieren ging: In der Nähe des Schulhauses Feld kam ihm eine Frau mit zwei Pitbulls entgegen, die weder Leine noch Maulkorb trugen. Unmittelbar attackierten diese den Beagle von Budavári. Beim Angriff fiel der 33-jährige zu Boden und verletzte sich am Rücken und Hinterkopf, sein Beagle erlitt eine Bisswunde. Beide mussten ärztlich versorgt werden.

Während des Angriffs hätten er und die Hundehalterin versucht, die Pitbulls am Hals zurückzuhalten, wobei er gestürzt sei, sagt Budavári zur Attacke. «Man hat direkt gesehen, dass die Frau ihre Hunde nicht im Griff hat», sagt er weiter. Beim Angriff fiel ihm ausserdem sein Handy aus der Tasche und ging zu Bruch, wodurch laut eigenen Aussagen ein Schaden von 1’000 Franken entstand.

«Unser Sohn schläft immer noch bei uns im Bett»

Der Vorfall liegt der Familie Budavári schwer im Magen, insbesondere dem zweijährigen Sohn. «Zum Glück konnte ich meine Söhne beim Angriff hinter mir in Schutz nehmen, sodass sie nicht zu Schaden kamen. Für meinen älteren Sohn war es aber ein riesiger Schock, er schläft aktuell immer noch bei uns im Bett, weil er sich fürchtet», sagt Budavári hierzu.

Das Verhalten der Pitbull-Besitzerin hält Budavári für verantwortungslos. «Es waren viele Kinder in unmittelbarer Nähe. Besonders wenn Kinder anwesend sind, sollte man keine Pitbulls ohne Leine und Maulkorb dabei haben», findet Budavári.

Angriffe seien keine Seltenheit

Dass Hundehalterinnen und Hundehalter ihre Hunde nicht zu kontrollieren wissen, scheint kein Einzelfall zu sein. «Angriffe wie dieser sind keine Seltenheit. Allein dieses Jahr gab es im Kanton St. Gallen 36 Anzeigen zu Hundebissen», sagt Markus Rutz, Polizeisprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage von 20 Minuten.

Laut eigenen Aussagen hat Budavári den Vorfall bei der Polizei in Uzwil SG gemeldet und wird am Montag Anzeige in Flawil erstatten. Ausserdem möchte Budavári, dass die Besitzerin ihre Hunde abgeben muss. Aber: «Ich werde mich dafür einsetzen, dass sie nicht in ein Tierheim kommen und richtig trainiert werden. Bei einem Angriff ist immer der Hundehalter oder die Hundehalterin schuld», sagt er weiter. Notfalls mache er das auch selbst, denn er habe bereits 2016 eine Schulung zum Hundetrainer absolviert.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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