Aktualisiert 20.10.2011 07:41

Vor dem Lazio-Knüller«Man hat gesehen, zu was wir fähig sind»

Der FCZ muss in der Europa League gegen Lazio Rom antreten. Ein Highlight für die Spieler, aber kein einfaches Unterfangen für die Defensivleute wie Philippe Koch.

von
Eva Tedesco

FCZ-Verteidiger Philippe Koch vor dem Spiel gegen Lazio Rom (Video: 20 Minuten Online)

Schwierige Aufgabe für den FC Zürich heute Abend in der Europa League: Gegner Lazio Rom hat einen Klasse-Sturm - selbst wenn Miroslav Klose, der aktuelle Torgarant und Überflieger der Römer, wegen Kniebeschwerden geschont wird und erst gar nicht nach Zürich mitgereist ist. Altmeister Djibril Cissé und der Brasilianer Hernanes sind nicht weniger gefährlich und eine «Herausforderung, diese in den Griff zu bekommen», wie es FCZ-Trainer Urs Fischer ausdrückt.

Einer, der den römischen Angriffen Paroli bieten muss, ist FCZ-Verteidiger Philippe Koch. «Ich glaube, dass gegen Lazio die ganze Mannschaft gefragt ist, nicht nur die Abwehr», so der Rechtsverteidiger, «aber wir haben uns die Stärken und Schwächen des Gegners angeschaut und werden bereit sein.» Der FCZ hat sein Abschlusstraining am Mittwoch bei garstigem Herbstwetter im Letzigrund beendet. Der Vorfreude auf das Duell in der Europa League gegen den Tabellenvierten der Serie A tat das ungemütliche Wetter keinen Abbruch. «Ich durfte schon in der Champions League gegen einige Topteams spielen, aber Lazio ist eine Riesen-Mannschaft und ich freue mich, dass wir sie im Letzigrund empfangen dürfen», sagt Koch.

Der Sieg im Cup hat gut getan

Grosse Chancen gegen die Römer werden den Zürchern nicht zugeschrieben. Zumal der FCZ bislang nicht auf Touren gekommen ist. Darüber, dass dem Vize-Meister in der aktuellen Saison jegliche Konstanz abhanden gekommen ist, macht sich auch der 20-Jährige seine Gedanken. «Beim Sieg im Cup gegen Aarau hat man gesehen, zu was wir fähig wären und welche Qualitäten wir haben. Der Sieg hat uns sicher gut getan und auch in den Köpfen sind wir jetzt positiver gestimmt», sagt Koch und glaubt an die Wende. Wenn es denn so ist - denn an diesem Punkt befanden sich die Zürcher in der laufenden Saison schon einige Male.

Eine schwierige Situation. Insbesondere für die jungen Spieler. «Als ich beim FCZ angefangen habe, ist es für mich schnell aufwärts gegangen. Dann kam zuletzt noch das Aufgebot für die A-Nationalmannschaft, was mich sehr gefreut hat. Aber jetzt geht es darum, die Leistungen beim FCZ abzurufen. Ich hoffe, dass meine Kurve weiterhin aufwärts geht, auch wenn ich im Moment - wie die ganze Mannschaft - in einer schwierigen Situation bin.» Ein Sieg gegen Lazio könnte den nötigen Schub geben, die Achterbahnfahrt des FCZ zu beenden.

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