Zürcher Wienachtsdorf: «Man kann nie genug Glühwein anbieten»

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Zürcher Wienachtsdorf«Man kann nie genug Glühwein anbieten»

Das Wienachtsdorf auf dem Zürcher Sechseläutenplatz wird abgebaut. Mitorganisatorin Vania Kukleta weiss schon jetzt, was 2016 noch besser wird.

von
zed

Frau Kukleta, das Wienachtsdorf auf dem Sechseläutenplatz stand dieses Jahr zum ersten Mal. Ihre Bilanz?

Ich bin äusserst zufrieden mit dem Ergebnis. Ich kann zwar noch keine genaue Zahl nennen, aber wir hatten mit Sicherheit mehr Besucher als erwartet. Dafür verantwortlich war wohl nicht zuletzt das trockene und relativ warme Wetter.

Haben sie viel Feedback bekommen?

Ja, das habe ich. Sogar beim Abbau sind noch Leute vorbeigekommen und haben sich bedankt. Das sind sehr schöne Momente. Besonders oft haben sich die Besucher über die Liebe zum Detail gefreut. Wir haben zu hören bekommen, dass Zürich nun endlich den Weihnachtsmarkt hat, den es verdient. Jemand hat mir gesagt, er habe sich gefühlt, als tauche er in eine andere Welt ein. Das ist genau, was wir erreichen wollten.

Gab es Attraktionen, die besonders gut ankamen?

Da gab es einiges. Ein Stand, der afrikanische Saucen und Gewürze zum Verschenken anbot, war beispielsweise sehr beliebt. Auch Burger und Kaiserschmarren sind immer ein Highlight – und natürlich das Eisfeld.

Gibt es Dinge, die Sie im Hinblick auf das nächste Jahr anpassen wollen?

Wir haben gelernt, dass sich Menschenströme nicht immer so bewegen, wie man es plant. Daher werden wir einige Hütten anders platzieren. Wir bekamen auch manchmal das Feedback, dass unser Angebot etwas foodlastig war. Daran arbeiten wir nächstes Jahr ebenfalls. Und wir haben festgestellt, dass man nie genug Glühwein anbieten kann.

Zurzeit läuft der Abbau der Stände. Was geschieht damit bis nächstes Jahr?

Die grosse Hütte und die Rondelle gehen zurück nach Wil SG und können dort das ganze Jahr über von unserem Holzbauer, dem sie gehören, gemietet werden. Die kleineren Hütten, die wir für die Bars eingesetzt haben, gehören jetzt uns und werden wohl im Verlauf des Jahres auf verschiedene Weise verwendet. Die roten Hütten gehen ebenfalls zurück zum Hersteller, der sie für uns gebaut hat, und können das ganze Jahr über gemietet werden, bis wir sie im November wieder aufstellen.

Wie war das Erlebnis für Sie persönlich?

Es war eine anstrengende, aber auch sehr schöne Zeit. Jetzt brauchen ich und alle, die im Wienachtsdorf mitgeholfen haben, erst einmal Ruhe. Ich freue mich aber schon wieder auf nächstes Jahr!

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