Tödlicher Wanderunfall: «Man kann trotz guter Vorbereitung Pech haben und abstürzen»

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Tödlicher Wanderunfall«Man kann trotz guter Vorbereitung Pech haben und abstürzen»

Eine Mutter und ihre Tochter stürzten am Montag zwischen dem Aescher und der Altenalp in den Tod. Ein Wanderexperte erklärt, wie gefährlich die Strecke ist. 

von
Chantal Gisler
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Das Unglück ereignete sich am Montag auf dem Wanderweg zwischen dem Aescher und der Altenalp.

Das Unglück ereignete sich am Montag auf dem Wanderweg zwischen dem Aescher und der Altenalp.

20 Minuten/Shannon Zangger
Eine Mutter (31) und ihre Tochter (5) stürzten einen steilen Abhang hinunter und konnten nur noch tot geborgen werden.

Eine Mutter (31) und ihre Tochter (5) stürzten einen steilen Abhang hinunter und konnten nur noch tot geborgen werden.

20 Minuten/Shannon Zangger
Die Absturzursache wird durch die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Appenzell Innerrhoden abgeklärt.

Die Absturzursache wird durch die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Appenzell Innerrhoden abgeklärt.

20 Minuten/Shannon Zangger

Beim Aescher ereignete sich erneut ein tödliches Unglück. Eine Mutter (31) und ihre Tochter (5) stürzten einen steilen Abhang hinunter und konnten nur noch tot geborgen werden. Andreas Staeger ist erfahrener Wanderer und Wanderautor und kennt die Strecke, wo der Unfall passiert ist.

Herr Staeger, ist die Unfallstelle gefährlich?

Die Stelle, bei der es zum Unfall kam, ist eine T3-Strecke und fällt in die Kategorie «Anspruchsvolles Bergwandern». Das bedeutet, man muss eine gute Trittsicherheit, gutes Schuhwerk und Erfahrung in den Bergen haben. Für Personen, die keine Erfahrung haben, kann der Weg schwierig sein. Aber letztlich kann es in der Natur immer zu heiklen Situationen kommen. Man kann gut vorbereitet sein, aber trotzdem Pech haben, ausrutschen und abstürzen. 

Ist die Strecke für Kinder geeignet?

Auch hier kommt es auf die Erfahrung an. Wenn ein Kind schon öfters in den Bergen wandern war, ist es kein grosses Problem. Unerfahrene Kinder können hingegen schnell in Gefahr geraten. 

Braucht es dort Sicherheitsmassnahmen?

Es ist schwierig, dort mehr Massnahmen anzubringen, die gegen einen Absturz helfen. Aus meiner Sicht muss man auf Eigenverantwortung setzen und die Wanderung gut planen. Dazu gehören gutes Schuhwerk, Regenschutz, aber auch die Bereitschaft umzukehren, wenn es nicht mehr geht, und sich eingestehen zu können, dass man die Wanderung nicht schafft. 

Die Polizei gibt nach dem tödlichen Wanderunfall Auskunft. (Video: 20min/dsc)

Video: 20 Minuten

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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