Neun Kilometer Hocke: «Man muss den inneren Bremsklotz überwinden»
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Neun Kilometer Hocke«Man muss den inneren Bremsklotz überwinden»

Beim Allalin-Rennen in Saas-Fee können sich Hobbysportler wie Abfahrt-Stars fühlen. Ein bisschen Kondition braucht man für das Plauschrennen jedoch schon.

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1800 Höhenmeter gilt es beim Allalin-Rennen in Saas-Fee zu überwinden. Auf der neun Kilometer langen Gletscherabfahrt messen sich am 8. und 9. April aber nicht die Profis, sondern ehrgeizige Hobbysportler. «Das Rennen richtet sich an alle Skisportbegeisterten, die sich zum Saisonabschluss noch einmal so richtig auf dem Schnee austoben möchten», sagt OK-Chef Stefan Zurbriggen.

Selbst ein Achtzigjähriger macht mit

Minimale Anforderungen sollten jedoch erfüllt werden, wenn man die neun Kilometer lange Fahrt in der Hocke heil überstehen möchte: «Für jemanden, der sich ausschliesslich auf blauen Pisten wohlfühlt, ist das Rennen nicht geeignet, da es mehrheitlich über rote Pisten führt.» Grösste Herausforderung ist das Durchhaltevermögen: «Man muss den inneren Bremsklotz überwinden, um die Strecke ohne Stopp und in einem Zug durchzubeissen. Manche fahren schon seit Monaten regelmässig die Route ab, um konditionell bestehen zu können», sagt Zurbriggen.

Um die Sicherheit und Gesundheit der rund 1000 Teilnehmer sind Streckenposten und Ärzte vor Ort besorgt. Heisse Stellen werden mit Leitplanen und Netzen gesichert. Damit es am Hang trotz der kurzen Abstände zwischen den Athleten möglichst nicht zu gefährlichen Überholmanövern und Kollisionen kommt, werde die Startliste auf Basis der Performance in den Vorjahren erstellt, erklärt Zurbriggen: «Die Schnellsten zuerst – die Langsameren am Schluss.» Seinem Ruf als Volksabfahrt wird das Allalin-Rennen auch bei seiner 34. Ausgabe gerecht: Der älteste Teilnehmer dieses Jahr zählt beachtliche 80 Lenze.

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