WM-Vorrunde: «Man nennt uns die Brasilianer Mittelamerikas»
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WM-Vorrunde«Man nennt uns die Brasilianer Mittelamerikas»

Honduras- Trainer Reinaldo Rueda warnt: «Aufgepasst auf Honduras!»

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SI/pbt

Die Mittelamerikaner sind der dritte Vorrundengegner der Schweiz in Südafrika. Derzeit bereitet sich der Kolumbier Rueda mit seinem Team in Heidelberg (De) auf die WM vor. In der Heimat wäre der Rummel um die zweite Endrunden-Teilnahme nach 1982 zu gross. «In Europa ist vieles einfacher, die Spieler stehen nicht so im Fokus», weiss der Coach.

Dort wollen er und sein Team erst wieder an der WM stehen. «Wir haben eine sehr schwierige Gruppe erwischt und sind neben Favorit Spanien, Chile und der Schweiz sicher nur Aussenseiter. Aber das waren wir vor der Qualifikationsrunde in Nord- und Mittelamerika auch. Es gibt immer eine Chance, ein Spiel zu gewinnen», sagt Rueda. Star seines Teams ist Wilson Palacios von Tottenham Hotspur. Mit Maynor Figueroa und Hendry Thomas (beide Wigan) sind zwei weitere Spieler in der Premier League engagiert. Noch mehr Ansehen geniesst indes der 36-jährige Carlos Pavon. Der in der Heimat bei Real España spielende «Goldjunge» ist mit 56 Toren in 93 Länderspielen nicht nur Rekordtorschütze sondern auch Nationalheld.

Rueda schaut indes auf einen intakten Teamspirit. «Die Mannschaft tritt geschlossen auf. Es gibt eine grosse Solidarität unter den Spielern. Alle sind mit grosser Begeisterung und Leidenschaft bei der Sache. Man spürt die Vorfreude der Spieler auf dieses Turnier», lobt der kolumbianische Coach und warnt gleichzeitig die Gegner: «Ausserdem spielen wir einen sehr kreativen Fussball. Viele nennen uns die Brasilianer Mittelamerikas!» Honduras weilt noch bis am Dienstag in Heidelberg, danach zügelt das Team zum Feinschliff nach Kärnten, wo Tests gegen Weissrussland, Aserbaidschan und Rumänien anstehen. (SI/pbt/20 Minuten)