Gefährliches Manöver auf A15 – «Man sollte den Beteiligten den Führerausweis entziehen»
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Gefährliches Manöver auf A15«Man sollte den Beteiligten den Führerausweis entziehen»

Drei PS-Boliden fielen kürzlich auf der A15 durch ihr riskantes Fahrverhalten auf. Fahrlehrer und die Polizei warnen vor solch gefährlichen Manövern. 

von
Shila Ochsner

Keines der beteiligten Fahrzeuge hielt ausreichend Abstand, wie die Aufnahmen eines News-Scouts zeigen. 

Video: 20min/News-Scout

Darum gehts

Die Aufnahmen eines News-Scouts zeigen mehrere gefährliche Fahrmanöver auf der A15 bei Uster. Unter anderem ist den Aufnahmen zu sehen, wie ein Mercedes mitten auf der Fahrbahn Schlangenlinien fährt. Vor ihm fahren ein Ferrari und ein McLaren dicht beieinander. Zuvorderst ist ein schwarzer Van zu sehen, der, wie es scheint, eine Kamera am Fahrzeug montiert hat und die drei PS-Boliden filmt. Keines der Fahrzeuge hält ausreichend Abstand. Schliesslich ziehen der Mercedes und ein McLaren rechts am Ferrari und dem schwarzen Van vorbei.

Laut Willi Wismer, Präsident des Zürcher Fahrlehrer-Verbands, ist ein solches Fahrverhalten gefährlich. «Alle Beteiligten halten zu wenig Abstand. Sollte einer bremsen, haben die anderen kaum eine Chance, rechtzeitig anzuhalten.» Dies könne zu einem schweren Verkehrsunfall mit verletzten Personen oder im schlimmsten Fall mit Todesopfern führen. «Ein solch riskantes Verhalten hat nichts auf der Strasse zu suchen. Den Beteiligten sollte man den Führerausweis auf der Stelle entziehen», sagt Wismer.

«Das war riskant und gefährlich»

Ähnlich sieht es Fahrlehrer Alex Krstic von der Fahrschule Drive-In. «Die Fahrmanöver waren riskant und sehr gefährlich. Zudem bin ich der Meinung, dass man, wenn man schon so ein schönes und luxuriöses Auto fährt, sich auch wie ein Gentleman auf der Strasse verhalten soll», sagt Krstic.

Die Kantonspolizei Zürich hat keine Kenntnis vom Vorfall, wie es auf Anfrage heisst. Sprecher Alexander Renner rät in solchen Fällen, genügend Abstand zu den Autos halten und sich nicht zu irgendwelchen Aktionen verleiten lassen. Zudem soll man sofort die Notrufnummer 117 wählen und die Polizei informieren. «Die Polizei kontrolliert in solchen Fällen die Lenkenden und ihre Fahrzeuge», sagt Renner. Dabei werde geprüft, ob eine Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsrecht vorliegt. «Falls dies der Fall ist, wird diese bei der zuständigen Untersuchungsbehörde zur Anzeige gebracht, welche dann über das Strafmass entscheidet.» 

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