Motocross-Rennen in Amriswil: «Man sollte mit Kindern nicht zuvorderst sitzen»
Aktualisiert

Motocross-Rennen in Amriswil«Man sollte mit Kindern nicht zuvorderst sitzen»

Beim Motocross-Rennen in Amriswil TG ist es am Samstag zu einem schweren Unfall gekommen. Drei Personen wurden verletzt. Laut dem Veranstalter war es ein unglücklicher Zufall.

von
lad

Das sagen Besucher und der Pressesprecher zum Unfall. (Video: lad)

Das Unglück war auch am Sonntag beim Rennen noch ein grosses Gesprächsthema. «Wir haben extra mehr Abstand zum Feld genommen», sagt Doris Huser (41) aus Unterwasser am Sonntag gegenüber 20 Minuten. So wie ihr geht es vielen Besuchern. «Man schaut schon ein bisschen genauer hin», sagt Nico Hunger (37), Familienvater aus Freidorf. «Als wir vom Unfall in der Zeitung gelesen haben, ist uns das schon ein wenig schräg eingefahren.»

1 / 8
Beim Motocross-Rennen in Amriswil TG...

Beim Motocross-Rennen in Amriswil TG...

lad
... kam es am Samstag zu einem Unfall. Drei Personen, darunter ein sechsjähriges und ein neunjähriges Kind, wurden verletzt.

... kam es am Samstag zu einem Unfall. Drei Personen, darunter ein sechsjähriges und ein neunjähriges Kind, wurden verletzt.

lad
An dieser Stelle verlor der 22-jährige Fahrer die Kontrolle über seine Maschine.

An dieser Stelle verlor der 22-jährige Fahrer die Kontrolle über seine Maschine.

lad

Für Jennifer Baumgartner (31) aus Amriswil ist klar: «Man sollte mit den Kindern nicht zuvorderst sitzen.» Grund für das mulmige Gefühl ist der Unfall, der sich am Samstag kurz nach 14.30 Uhr am Motocross in Amriswil ereignete. Ein 22-jähriger Fahrer hatte gemäss ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau die Herrschaft über sein Motorrad verloren und wurde abgeworfen. Die Maschine durchbrach zwei Absperrungen und prallte in drei Besucher.

Zwei Kinder verletzt

Ein 6-jähriges Kind wurde beim Unfall schwer verletzt und musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit der Rega ins Spital geflogen werden. Eine 37-jährige Frau und ihr 9-jähriges Kind wurden leicht verletzt und konnten vor Ort ambulant behandelt werden. Das Rennen wurde laut Polizei kurz unterbrochen, wurde danach aber fortgesetzt. Der Renntag am Sonntag wurde wie geplant durchgeführt.

Der Motorradfahrer blieb unverletzt. «Der Fahrer konnte bereits am Samstag zum Unfall befragt werden», sagt Polizeisprecher Mario Christen. Die genauen Umstände des Unfalls werden durch die Kantonspolizei Thurgau und die Staatsanwaltschaft Bischofszell abgeklärt.

Keine Anpassungen

Laut Bruno Siegenthaler, Pressesprecher des Rennens, hat man sich gut auf den Anlass vorbereitet. «Der Unfall war ein unglücklicher Zufall.» Man sei jetzt zum 51. Mal auf diesem Gelände und bisher sei noch nie so etwas passiert. «Es bleibt immer ein gewisses Restrisiko», so Siegenthaler. Bisher hatte man immer Glück, aber man habe immer gewusst, dass so etwas theoretisch passieren könne.

Man werde wegen des Unfalls auch keine Veränderungen am Rennen vornehmen. «Wir könnten an der Unfallstelle alles umkrempeln, dann würde es vielleicht an einem anderen Ort passieren.» Die Vorgaben betreffend Abschrankungen würden korrekt eingehalten.

Deine Meinung