Wegen Spielzeug-Gewehr verhaftet – «Man sollte nicht mit täuschend echt aussehenden Waffen herumlaufen»

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Wegen Spielzeug-Gewehr verhaftet«Man sollte nicht mit täuschend echt aussehenden Waffen herumlaufen»

In der Halloween-Nacht in Thun nahm die Polizei einen Mann mit Tarnanzug und Langwaffe fest. Auf der Wache zeigte sich, dass es sich um ein Imitat handelt.

Dieses Video aus der Thuner Innenstadt kursiert derzeit auf Tiktok.

Tiktok

Darum gehts

  • In der Thuner Innenstadt wurde am Sonntagabend ein Mann festgenommen.

  • Er war im Tarnanzug und mit einem Gewehr unterwegs.

  • Auf der Polizeiwache stellte sich heraus, dass es sich um ein Imitat handelt.

  • Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, sich nicht mit täuschend echt aussehenden Waffen im öffentlichen Raum zu bewegen.

Kurioser Polizeieinsatz in der Thuner Innenstadt: In der Halloween-Nacht wurde ein Mann mit Tarnanzug und Gewehr angehalten. Auf einem Tiktok-Video ist zu sehen, wie zwei Polizisten ihn am Boden festhalten, während zwei weitere die Zone mit gezückter Pistole sichern. Eine Polizistin trägt die Waffe schliesslich weg. Während der Mann am Boden liegt, beteuert er verzweifelt: «Es ist ein Spielzeug! Es ist Halloween!»

Die Kantonspolizei Bern bestätigt den Einsatz. Gegen 20.45 Uhr sei am Sonntagabend die Meldung eingegangen, wonach im Bereich des Thuner Bahnhofs ein Mann mit Tarnanzug und Langwaffe unterwegs sei. In der Folge seien mehrere Patrouillen ausgerückt und hätten den Mann «unter Waffenhoheit» angehalten. «Er wurde aufgefordert, die Waffe niederzulegen und sich auf den Boden zulegen», sagt Sprecherin Jolanda Egger. Dieser Aufforderung sei der Mann umgehend und ohne Gegenwehr nachgekommen.

«Unmöglich, echte Waffe von Imitat zu unterscheiden»

Er sei anschliessend für weitere Abklärungen auf die Polizeiwache mitgenommen worden. «Dort stellte sich heraus, dass es sich um keine echte Waffe handelte», bestätigt Egger. Die Attrappe und der Tarnanzug seien sichergestellt und der Mann wieder entlassen worden.

«In solchen Situationen – erst recht auf Distanz und bei Dunkelheit – ist es unmöglich, eine echte Waffe von einem täuschend echt aussehenden Imitat zu unterscheiden», erklärt die Sprecherin weiter. Die Einsatzkräfte müssten daher erst einmal von einer echten Waffe ausgehen und intervenieren, solange nicht das Gegenteil verifiziert sei. «Es geht dabei um den Schutz aller beteiligter Personen.» Um Einsätze wie den vorliegenden zu vermeiden, appelliert Egger an die Bevölkerung: «Man sollte nicht mit echt aussehenden Waffen in der Öffentlichkeit unterwegs sein.» Dies gelte auch für Halloween oder die Fasnacht.

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(sul)

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