Maná-Drummer Alex: «Seit Montreux gings aufwärts»

Aktualisiert

Maná-Drummer Alex: «Seit Montreux gings aufwärts»

Wer Latin-Rock liebt, kennt sie. Wer Ferien in Mexiko macht, sowieso. Mit ihrem neuen Album wollen sich Maná auch im Rest der Welt Gehör verschaffen. 20 Minuten sprach mit Drummer Alex Gonzalez.

Ihr nennt euer Album «Amar es combatir» – Lieben heisst Kämpfen. Das klingt dramatisch. Und anstrengend.

Alex Gonzalez: Aber so ist es nun mal. Von der Geburt bis zum Tod muss man sich durchs Leben kämpfen. Das gilt auch für die Liebe.

Ihr habt mit Carlos Santana, Zucchero oder Bono gespielt. Habt ihr von ihnen profitiert?

Gonzalez: Bestimmt, aber das war gegenseitig. Wer hätte gedacht, dass «Corazón espinado» solch ein Erfolg werden würde!? Santana wurde ein guter Freund von uns. Musikalisch orientiere ich mich aber nicht nur an alten Grössen. Zurzeit höre ich vor allem britischen Sound: Placebo, Kaiser Chiefs oder Bloc Party.

Eure Heimat Mexiko hat soeben turbulente Wahlen gesehen. Wie habt ihr die erlebt?

Gonzalez: Mit grosser Spannung. Endlich bewegt sich etwas! Wir wurden 72 Jahre lang von derselben Partei regiert. Nun gibt es Opposition und Wandel. Aber wir kämpfen immer noch für Demokratie.

Ihr habt vor vielen Jahren am Jazz-Festival Montreux gespielt. Erinnert ihr euch noch?

Gonzalez: Klar, das war eine fantastische Erfahrung. Allerdings ging die Band damals durch eine schwierige Phase. Wir waren nur noch drei. Danach trafen wir unseren Gitarristen Sergio – dann ging es wieder bergauf.

Claudia Schlup

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