«League of Legends»-Skandal - Manager droht in Video die Spieler zu feuern – Fans sind völlig empört
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«League of Legends»-SkandalManager droht in Video die Spieler zu feuern – Fans sind völlig empört

Ein Meeting des «League of Legends»-Team wurde aufgezeichnet und veröffentlicht. Brisant: Darin ist zu hören, dass Spieler ihren Job verlieren könnten. Die E-Sport-Szene dreht durch.

von
Marc Gerber

Team CLG im Meeting.

20min

Darum gehts

  • Team CLG hat ein Video von einem internen Meeting veröffentlicht.

  • Darin wird Spielern des «League of Legends»-Teams mit Kündigungen gedroht.

  • Das Video wurde in einer gesponserten Videoserie veröffentlicht.

  • Die «LoL»-Community findet dies respektlos. CLG hat das Video wieder entfernt.

Wie würdest du reagieren, wenn dein Arbeitgeber dir mit der Kündigung droht, ein Video davon macht und es auch noch ins Internet stellt? Genau dies ist beim professionellen «League of Legends»-Team CLG passiert. In einer Videoserie, die auf Social-Media-Plattformen publiziert wird, lässt die E-Sport-Organisation hinter die Kulissen blicken. Trainings, Turniere oder das Leben im Clubhaus, alles wird gezeigt. Mit der neusten Episode geht CLG aber zu weit, finden die Fans.

So wurde ein Moment mit der Kamera eingefangen, in dem der Teammanager den Spielern kommuniziert, dass er mit deren Leistung nicht zufrieden ist und Änderungen am Kader vornehmen wird. «Ihr werdet heute wohl das letzte Mal miteinander spielen», sagt er. Team CLG, die in der höchsten nordamerikanischen «League of Legends»-Liga der LCS spielen, befinden sich am Ende der Tabelle.

Auf höchstem Niveau

Dass der Verein mit dem Moment, in dem das Team hört, dass Leute entlassen werden, noch Geld verdienen will – die Videoserie ist von Bierbrauer Budweiser gesponsert – kommt bei der Community und «League of Legends»-Grössen gar nicht an. So schreibt der Trainer vom Clan G2 Fabian «GrabbZ» Lohmann: «Wenn das eine Entscheidung ist, die es tatsächlich an die Öffentlichkeit geschafft hat, möchte ich gar nicht wissen, wie diese Organisation tagtäglich arbeitet.» Auch andere bekannte Namen der Szene wie der Cloud 9-Streamer Christian «IWDominate» Rivera kritisieren CLG für die Veröffentlichung des Clips.

Wie so oft nach einem Shitstorm wird das Video gelöscht. Die Frage bleibt aber, wie geht es weiter mit CLG? Sowohl Sponsor Budweiser als auch «League of Legends»-Entwickler Riot werden nicht froh sein über das Video und es zeigt, unter welchem Druck die Spieler sind. Es zeigt auch, dass die E-Sport-Szene immer noch jung ist und selbst noch lernen muss, wie man sich selber vermarktet. Indem man interne Meetings online postet, ist mit Sicherheit der falsche Weg.

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